24. Februar 2018, 08:00 Uhr

SPD

Swen Bastian ist Landtagsbewerber

Swen Bastian wurde ein wenig nervös, aber es gab keinen Gegenkandidat: So wurde der Kreisvorsitzende mit 94 Prozent zum Bewerber der SPD Vogelsberg/Laubach für Landtagswahl bestimmt.
24. Februar 2018, 08:00 Uhr
Strahlend nach der Wahl zum Kandidaten der SPD zur Landtagswahl: Swen Bastian mit seiner Verlobten Tina Blank. (Foto: jol)

Als erste gratulierte Tina Blank, die Swen Bastian noch im Juni heiraten will, wie er in der SPD-Wahlkreisdelegiertenkonferenz am Donnerstag verkündete. Mit einem hohen Ergebnis von 94 Prozent (77 von 82 Delegierten) bestimmten die Sozialdemokraten den Kreisvorsitzenden aus Alsfeld zum Direktkandidaten für die Landtagswahl im Herbst. Ersatzbewerber wurde Uwe Habermehl aus Allmenrod, der Landwirt bekam sogar die Zustimmung von 97 % der Delegierten. Ein Neuerung in diesem Jahr war die Teilnahme der Delegierten aus Laubach, die Stadt im Landkreis Gießen wurde dem Wahlkreis Vogelsberg zugeschlagen.

Unter Vorsitz von Matthias Weitzel drehte sich die Versammlung in der Stadthalle Homberg nur um die Kandidatenkür zur Landtagswahl. Bastian war als Kandidat vom Kreisvorstand vorgeschlagen worden. In einem Grußwort freute sich Bürgermeisterin Claudia Blum über die Wahl des Tagungsorts. Homberg sei auch aus Laubach gut zu erreichen. Sie erinnerte an die schwierigen Bedingungen für Land-Kommunen mit geringer Einwohnerzahl und großer Fläche. Wichtig sei ein besserer Ausgleich zwischen Stadt und Land in Hessen.

Stimme für ländlichen Raum

Das griff Bastian in seiner Bewerbungsrede gleich auf und verwies darauf, dass das Land endlich einen größeren Schwerpunkt auf den ländlichen Raum legen müsse. Die CDU habe 19 Jahre Zeit, sich für die Gebiete abseits der Ballungsräume einzusetzen, aber erst kurz vor der nächsten Wahl werde wieder einmal viel versprochen.

Die Landesregierung habe in den vergangenen Jahren einiges für Kommunen verbessert, dabei aber zum größten Teil auf Geld zurückgegriffen, das den Städten und Gemeinden zustehe. Zudem seien Stellen im Forst, bei Finanzämtern und im Katasteramt abgebaut worden. Nun kündige die Landesregierung an, 500 von 285 000 Stellen in ländliche Regionen zu verlegen. Hintergrund »ist die blanke Not, weil man keine Leute findet«, rief Bastian. Denn ein Polizist könne seine Familie im Ballungsraum kaum ernähren. Unter Applaus regte Bastian an, Teile von Landwirtschaftsministerium oder Regierungspräsidiums aus der Stadt zu verlegen.

In der Landespolitik will er sich besonders dafür einsetzen, den Landesentwicklungsplan so umzugestalten, dass er nicht mehr ein Hemmnis der ländlichen Entwicklung ist. So würden Erweiterungen von Gewerbe- und Baugebieten erschwert. Straßen und Bahnen sollten ausgebaut werden. Zudem müssten die Straßenbeiträge fallen. Es dürfe nicht sein, dass teilweise 30 000 Euro von Anliegern verlangt werden. Das Land müsse die Kommunen finanziell so ausstatten, dass diese Baumaßnahmen stemmen könnten. Bastian forderte Fördermittel, um Wohnungen barrierefrei umzubauen. Das Land müsse Kommunen mehr Geld für Kitas geben, das würde diese stark entlasten.

Schlagworte in diesem Artikel

  • CDU
  • Claudia Blum
  • Claudia Blum (Homberg)
  • Finanzämter
  • Landtagswahlen
  • Ländliche Entwicklung
  • Matthias Weitzel
  • Nervosität
  • SPD
  • Vermessungsämter
  • Vogelsberg
  • Vogelsbergkreis
  • Joachim Legatis
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen