06. Februar 2018, 18:43 Uhr

»Alida ET« bringt 30 000 Euro

06. Februar 2018, 18:43 Uhr
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Von Dieter Graulich
Bonny vom Betrieb Henning und Nadja Caspar aus Kirtorf-Heimertshausen bekommt bei der Rasse Deutsche Holsteins-Schwarzbunte einen 1b-Preis. (Fotos: au)

Alsfeld (au). 30 000 Euro für ein junges weibliches Rind – das war der Spitzenpreis bei der Auktion im Rahmen der großen Schau »Zukunft Rind« am Wochenende in Alsfeld. Gezahlt wurde der Betrag für die drei Monate alte Holsteiner Schwarzbunt-Färse »Alida ET« von einem Züchter aus Hebenshausen im Werra-Meißner-Kreis. Den längsten Atem beim Bieterduell hatte ein Züchter aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Nachdem die alljährliche traditionelle Großveranstaltung der Milchviehzüchter in der Hessenhalle im Vorjahr mit »Zukunft Rind« einen neuen Namen bekommen hatte, gab es in der nunmehr 27. Auflage erneut eine Änderung. So suchte man vergebens nach dem grünen Logo der Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH), stattdessen war ein rotes Logo auf schwarzem Grund von »Qnetics« zu sehen.

Angesichts des fortschreitenden Strukturwandels sei der Schulterschluss eine logische Konsequenz in der Entwicklung der Zusammenarbeit von Hessen und Thüringen, betonte Silvio Reimann, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Qnetics bei der Begrüßung.

Geblieben ist, dass wieder zwei »Hessen-Champion« gekürt wurden. So zum einem den traditionellen »Champion Milchrassen« und der »Champion Zweinutzungsrassen«. Bei den Milchrassen setzte sich die Tradition fort, dass die Rasse Deutsche Holsteins Schwarzbunt den Hessen-Champion stellt.

Zwei Hessen-Champions

Der Titel ging wieder an »BT Patricia« von Wilfried und Eckhard Hauck (Schiffelbach). Für den »Champion-Milchrassen 2018« gab es neben der Schärpe noch einen Geldpreis von je 500 Euro. Die Schärpe »Champion Zweinutzungsrassen« ging an die Fleckviehkuh »Blüte« von Christian Zimmermann (Beerfelden). Neben der Schärpe gab es 500 Euro.

Stefanie Nagel vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zollte den Züchtern Anerkennung für die sehr guten Leistungen. Die hessische Landwirtschaft werde gebraucht, um die Produktion der Lebensmittel aufrechtzuerhalten und die Kulturlandschaft zu erhalten.

Knapp 60 Züchter hatten über 200 Tiere aufgetrieben. Für die heimischen Züchter war die Schau »Hessens Zukunft« ebenfalls erfolgreich. So stellte die Boss, Feick, Euler GbR (Maar) mit »Elke« die beste Dauerleistungskuh beim Fleckvieh.

Der Zuchtbetrieb Uwe und Mark Habermehl GbR (Allmenrod) hatte mit »Estella« die Reserve Siegerkuh jung und »Tajmahal P« die beste Euterkuh jung in der Rasse Fleckvieh. Beide Betriebe erhielten noch weitere gute Platzierung in der Rasse Fleckvieh, wie auch die Betriebe Paul Wies (Ober-Moos), die Peter GbR (Schwabenrod), Klaus Rockel (Sickendorf) und Michael Semmler/Lutz Grein (Stumpertenrod). In der Rasse Holstein schwarzbunt war der Betrieb Wilfried und Michael Seipel (Stumpertenrod) mit »SEI Inkapi« der Reserve Siegerkuh jung und weiteren sehr guten Platzierungen in mehreren Klassen vertreten. Mit »SEI Kookie« stellte der Betrieb auch die beste Dauerleistungskuh Holstein rotbunt.

Weitere Preise erhielten sowohl bei den Holsteins schwarzbunt als auch rotbunt an die Betriebe Henning und Nadja Caspar GbR (Heimertshausen), Michael Semmler (Stumpertenrod), Arno Schmidt (Ober-Breidenbach) und Robert, Gerd, Britta Eule GbR (Nieder-Breidenbach).

Insgesamt waren zehn Betriebe aus dem Vogelsbergkreis mit 21 Tieren am Start. Aus dem Raum Fulda waren nur die Betriebe Frank Hofmann (Gersfeld)und Harald Will (Hofbieber) und Winfried Seng (Nüst) vertreten.

Nach der Siegerehrung wurde von den hessischen Jungzüchtern das sechs Monate alte Kalb »SPH Yulana« aus dem Betrieb Jochen Geisel (Niedergrenzebach) verlost. Glücklicher Gewinner war H. Löwer aus Weimar-Argenstein.



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