20. Dezember 2017, 20:47 Uhr

Strohhalme fürs Publikum

20. Dezember 2017, 20:47 Uhr
Beschwingt und freudig geht es Weihnachten entgegen beim Konzert in der Kirche in Nieder-Ohmen. (Foto: sf)

Mit einem festlichen Chorkonzert wurden die zahlreichen Zuhörer jetzt in adventliche Stimmung versetzt und auf Weihnachten eingestimmt. Das Konzert stand unter der Gesamtleitung von Andreas Czerney. Mitglieder des Orchesters der Justus-Liebig-Universität Gießen bereicherten das Konzert mit einem Instrumenten-Ensemble.

Als Solisten bestachen Svea Schenkel (Sopran), Jutta Müller (Alt), Joachim Christ (Tenor) und Jürgen Pfaff (Bass). Man hatte den Altarraum entsprechend illuminiert. Eröffnet wurde der Abend mit »Jauchzet dem Herrn alle Welt« von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Vom Licht in die Welt hinaustragen sprach Pfarrer Nils Schellhaas, der die Konzertbesucher begrüßte. Das Konzert wurde auch der kürzlich verstorbenen Bärbel Kräupl gewidmet. Sie war bei den ersten Chorproben zum Weihnachtskonzert noch aktiv dabei.

Mit »Tochter Zion, freue dich« von Georg Friedrich Händel und mit »Wie soll ich dich empfangen« wurden traditionelle Weihnachtslieder gesungen. Tanzend und frohlockend hörte man das Orchester-Ensemble und gesanglich ging es weiter mit »Brich an, du schönes Morgenlicht« und »Schaut, schaut, was ist für Wunder dar«. Das Publikum freute sich und dankte mit großem Applaus. Beschwingt und freudig ging es Weihnachten entgegen mit »Engel singen Jubellieder« und »Herbei o ihr Gläubigen« bis hin zu »Es ist ein Ros entsprungen«.

Nach letztem Ton kein Halten mehr

Eine Sängerin erzählte eine Geschichte von einem Strohhalm, welcher aus der Krippe von der Geburt von Jesus stammte. Der Strohhalm als Zeichen dafür, »dass Gott die kleinen Sachen liebt, die manchmal in der Gesellschaft wertlos scheinen. Freude schenken gehört dazu«. Als Symbol erhielt dann jeder Kirchenbesucher am Ausgang einen Strohhalm. Modern und beschwingt ging es in englischer Sprache nach einem Arrangement von Andreas Czerny weiter mit »Ding, dong, merrily on high« und mit französischer Sprache entzückten die Sänger mit »Entre le bœf et l’âne gris«.

Mit »Lobt Gott, ihr Christen ,alle gleich« und »O du fröhliche« näherte man sich dem Höhepunkt des Konzertes. Die Messe des Lichts, Missa Lumen von Lorenz Maierhofer und nach einer Bearbeitung von Andreas Czerny. Diese Messe »des Lichts«, komponiert auf das lateinische Ordinarium, zeichnet sich durch eine besondere Klangsprache aus. Ausdrucksvolle vokale Archaik verbindet sich mit festlich-klassischem Charme sowie mit interessanten Zwischentönen.

Das kleine Licht der menschlichen Suche, der gläubigen Zuversicht und der ewigen göttlichen Freude trägt die Botschaft der Missa Lumen. Der Altarraum wurde mit Lichtelementen ausgeleuchtet und in verschiedene Farben getaucht. Es ist eine Messe, die Ausführende und Mitfeiernde gleichermaßen berührte.

Als der letzte Ton verklungen war, erklang der Glockenschlag von der Kirchturmuhr und dann gab es kein Halten mehr und es gab stürmischen Beifall und stehende Ovationen. Mit »Stille Nacht« klang das Konzert aus. Im Freien vor dem Gotteshaus gab es noch heiße Getränke und man verweilte noch ein Stündchen und ließ das Konzert Revue passieren.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Adventskonzerte
  • Chorkonzerte
  • Felix Mendelssohn-Bartholdy
  • Georg Friedrich
  • Georg Friedrich Händel
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Jutta Müller
  • Messen
  • Orchester
  • Vogelsberg
  • Weihnachten
  • Mücke-Nieder-Ohmen
  • Jutta Schuett-Frank
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos