17. November 2017, 20:19 Uhr

Am Rathaus entsteht Festplatz

17. November 2017, 20:19 Uhr
Aus der Fläche hinter dem Rathaus soll das neue Wohnzimmer Kirtorfs werden. Hier wurden einige Häuser abgerissen. (Foto: ks)

Kirtorf (jol). Was noch wie eine wüste Fläche aussieht, soll das künftige »Wohnzimmer« von Kirtorf werden. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen von Stadtplaner Karl-Dieter Schnarr geht. Er verwies in der Bürgerversammlung am Dienstag darauf, dass im planierten Bereich oberhalb des Rathauses ein ansprechender Platz für Märkte und Konzerte entstehen soll. Zudem wird die Wohnlage aufgewertet, nachdem einige alte Häuser abgerissen wurden.

Das bietet für eine angrenzende Scheune die Chance, sie zu einem hochwertigen Wohnhaus mit viel Platz drumherum umzubauen, wie Architekt Herbod Gans ergänzte. Nach dem Abreißen der baufälligen Altsubstanz kann dort ein neuer Marktplatz entstehen. Denn im Unterschied zum alten Marktplatz unterhalb des Rathauses ist das Gelände künftig relativ eben.

Land trägt Großteil der Kosten

Start der Arbeiten soll im Frühjahr sein, wie Gans ankündigte. Bis Anfang Juli sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen werden. Auf dem Gelände ist eine alte Scheune mit »kerngesundem« Eiche-Fachwerk stehen geblieben. Die Freifläche wird aufgeschüttet und mit Basalt sowie Betonsteinen gepflastert. Auf der oberen Seite errichten Bauarbeiter aus alten Balken und gebrauchten Ziegeln ein kleines Haus mit einer Bühne und einem Lagerraum für Stühle. Die Bühne soll 7,5 Meter breit werden, damit genug Platz für einen Chor ist.

Der Gewölbekeller eines bereits abgerissenen Hauses soll überbaut werden und künftig als Lagerraum für Regionalmärkte zur Verfügung stehen, sagte Gans.

Der kleine Platz wird durch eine Mauer begrenzt, um die aufgeschüttete Erde abzufangen. Sie wird so hoch gebaut, dass man bei Veranstaltungen auf ihr sitzen kann. Entlang der Mauer werden Bäume gepflanzt, um den Platz ansprechender zu gestalten.

Auf Anregung aus dem Publikum wird noch geprüft, ob ein kleiner Spielplatz geschaffen werden kann. Dazu meinte Bürgermeister Ulrich Künz aber, dass der Platz begrenzt ist. Auch die Möglichkeit, ein Geländer auf der Mauer zu installieren, wird geprüft. Auch dazu gibt es Skepsis, die sich auf die Baugesetzgebung bezieht.

Für den Umbau des Platzes wendet die Stadt rund 500 000 Euro auf. Hier steuert das Land 75 Prozent der förderfähigen Kosten bei, wie Bürgermeister Künz erläuterte. Er freut sich, dass in dem Bereich Parkplätze geschaffen werden und eine Elektro-Tankstelle ihren Platz findet.

Für das Museum Kirtorf soll eine Scheune umgebaut werden, um Gegenstände unterzustellen. Zur Umgestaltung des Marktplatzes gehört auch, dass ein Bürgerbüro im bisherigen Sparkassengebäude eingerichtet wird. Ein Geldautomat wird in einem der neuen Ärztehäuser aufgestellt.

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