12. November 2017, 20:08 Uhr

Offene Bühne

Tolle Stimmen, nachdenkliche Texte

Die Offene Bühne bei den Gemündener Kulturwochen ist immer für eine Überraschung gut. Es war schon erstaunlich, welche künstlerische Qualität einige Bürger der Gemeinde aufzuweisen haben.
12. November 2017, 20:08 Uhr
Singer/ Songwriter Boris Schmidt aus Gemünden erfreut mit drei selbst geschriebenen Songs. (Foto: pm)

Das Dorfgemeinschaftshaus Hainbach war auch in diesem Jahr wieder Treffpunkt für Künstler aller Art. Im Rahmen der Gemündener Kulturwochen trafen sich am Samstag Musiker der verschiedensten Stilrichtungen, um die Gelegenheit der »Offenen Bühne« zu nutzen und die zahlreichen Zuhörer und Zuhörerinnen mit ihrer Kunst zu erfreuen. Komplettiert wurde das musikalische Angebot diesmal durch eine Clownstruppe aus Frankfurt, die das Publikum ebenfalls zu begeistern wusste. Die Bewirtung hatte auch diesmal die Vereinsgemeinschaft Hainbach/ Harbächer Jugend übernommen.

Unter der Moderation von Peter Gabriel boten zunächst Schülerinnen der Musikschule Karin Linker aus Homberg Kostproben ihres Könnens. Die 12jährige Maja-Sophie Reitz spielte souverän »Et Voila« von Magret Feils und« Skyfall « von Adele Atkins auf dem Klavier, wobei man ihr die Begeisterung für ihr Instrument und die Musik deutlich anmerkte. Es folgte Merit Kehl, 14 Jahre alt, mit »September Rain« und »Variations« von Daniel Hellbach. Sie lernt seit ihrer Grundschulzeit Klavierspielen und bot eine sichere und mitreißende Vorstellung.

»Adele von der Ohm«

Höhepunkt dieses Programmblocks war zweifellos die Darbietung der ebenfalls erst 14-jährigen Ina Lanz, die sich auf dem Klavier begleitete und zunächst »Can’t help falling in love« von George Weiss sang, wobei sie von Karin Linker mit einer zweiten Stimme gesanglich ergänzt wurde. Vollends überzeugte sie das Publikum mit ihrer außergewöhnilchen Stimme als sie »Set Fire to the Rain« von Adele zum besten gab. Alle drei Künstlerinnen beeindruckten durch technische Reife und hohe Musikalität. Das Publikum war begeistert und sparte nicht mit Applaus. Man darf sich auf weitere Auftritte freuen.

Nicht viele Gemündener wussten bis zu seinem Auftritt, dass es in Gemünden einen Singer/ Songwriter gibt, der zudem über den Vogelsberg hinaus in Gießen und Marburg durchaus bekannt ist. Boris Schmidt aus Nieder-Gemünden erfreute mit drei selbst geschriebenen Songs das Publikum, wobei er sich auf der Gitarre begleitete. Von alltäglichen Sorgen und Freuden erzählen seine Lieder, die er mit eindrucksvoller Stimme und komplexem Gitarrenspiel vortrug. Gut zu wissen: Boris Schmidt kann man engagieren zu Gelegenheiten aller Art.

Leise Töne vom »No-Name-Trio«

Es folgte das »No-Name-Trio« (ein Name wird noch gesucht), bestehend aus Monika Becher, Rainer Kehm und Peter Gabriel. Die drei ehemaligen Lehrerkollegen setzten ihr gemeinsames Musizieren auch nach dem Ausscheiden von Peter Gabriel aus dem Schuldienst fort und verfügen mittlerweile über ein beachtliches Repertoire. Sie bevorzugen die eher leisen Töne, meist geht es in ihren Liedern um die Liebe. Das irische Traditional »Salley Gardens« bot Monika Becher gleich zu Beginn die Gelegenheit, ihre glasklare Stimme ansprechend zu präsentieren, zusammen mit den ausgewogen harmonierenden Männerstimmen und dreifacher Gitarrenbegleitung. Es folgte, flott vorgetragen, »Hello Dolly« aus dem gleichnamigen Musical und zum Schluss »Tonight« von Reamonn.

Einblicke in die »Russische Seele« gab anschließend Rudi Reinhard mit drei Liedern in russischer Sprache, wobei er zum besseren Verständnis vorher den Inhalt jeweils auf Deutsch kurz zusammenfasste. Mit sonorer Stimme und Gitarre entführte Rudi Reinhard das Publikum in die Welt russischer Weh- und Schwermut, aber auch der Lebensfreude. Das Publikum dankte ihm mit langem Beifall für den hierzulande seltenen Genuss life vorgetragener russischer Lieder.

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