03. November 2017, 19:08 Uhr

»Rote Kuh«

Ersatz für Deponiegelände gesucht

Jetzt werden Hecken und Sträucher geschnitten, der Bedarf zur Abfuhr des Schnittgutes ist groß. Wohin damit, wenn eine Deponie lvoll wird? In Homberg wird nach einer Alternative geschaut.
03. November 2017, 19:08 Uhr
Auf dem Deponiegelände ist der größte Teil der befestigten Fläche von Grünabfall bedeckt, sodass anliefernde Fahrzeuge nur sehr wenig Spielraum zum Rangieren haben. (Foto: rs)

Seit Jahren bestehen auf der Deponie für Grünabfälle und Baumschnitt auf der »Roten Kuh« Probleme auf der Anlage sowie durch uneinsichtige Anlieferer, die zwischen den Öffnungszeiten ihr Schnittgut einfach vor der Anlage zurücklassen. Auf Anregung von Hombergs Bürgermeister a.D. Volker Orth, Abgeordneter der Verbandsversammlung und Mitglied der CDU/FDP-Fraktion im Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsberg (ZAV), fand kürzlich eine Ortsbesichtigung der Deponie statt. Dabei konnten sich die Fraktionsmitglieder unter dem Vorsitz von Bürgermeister Ulrich Künz (Kirtorf) ein umfassendes Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen. Walter Pohl, dem die Aufsicht des Deponiegeländes obliegt, berichtete über seine Erfahrungen.

Alle Fraktionsmitglieder waren sich schnell darüber einig, dass es unsinnig ist, Grünabfälle von Privathaushalten erst den Berg hinaufzufahren und abzuladen, damit diese später wieder von einer Firma nach dem Häckseln zur Weiterverwendung den Berg hinabgefahren werden.

An den Annahmetagen wäre ein Begegnungsverkehr sehr schwierig, berichteten Pohl und Orth weiter, denn alles werde verkehrsmäßig auf ein und demselben teils unbefestigten Weg abgewickelt. Fahrzeuge mit oder ohne Anhänger würden oft eine Schlange von der Zufahrt an der Landesstraße bis hin zum Deponieplatz bilden.

Gelände nicht geeignet

Nach Aussagen von Walter Pohl liegen schon seit mehreren Jahren größere Mengen geschredderten Materials auf der Deponie und verengen erheblich den Ablagerplatz. Derzeit ist dieses Areal so eingeengt, dass ein Wenden von Fahrzeugen ob mit oder ohne Anhänger fast unmöglich ist. Wie die AAZ erfuhr, werden von Anlieferern zwischen den Öffnungszeiten immer wieder Abfälle vor der Deponie auf dem Waldweg abgelagert, speziell in der sehr engen Kurve vor dem letzten Steilstück. Das hat schon zur Folge gehabt, dass Mitarbeiter des Bauhofes die Zufahrt haben frei räumen müssen.

Dieter Boss (Schwalmtal), Vorstandsmitglied des ZAV, sieht darin eine klare Vertragsverletzung des Entsorgers ähnlich wie bei anderen Deponien des Zweckverbandes. Einem solchen Verhalten müsse seitens des Vorstandes mit geeigneten Mitteln sofort und energisch entgegengetreten werden.

Die CDU/FDP-Fraktion setzt es sich daher zum Ziel, kurzfristig für den Standort Homberg eine Lösung zu finden, indem die Entsorgerfirma ihren vertraglichen Verpflichtungen unverzüglich nachkommt und dass mithilfe der Stadt Homberg ein geeigneteres Gelände gefunden wird. Wie dazu Volker Orth mitteilte, gab es zwischen ihm und Bürgermeisterin Claudia Blum bereits ein Gespräch, bei dem die sofortige Mithilfe zugesagt wurde.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Claudia Blum
  • Claudia Blum (Homberg)
  • Homberg
  • Kühe und Rinder
  • Mülldeponien
  • Sträucher
  • Ulrich Künz
  • Rolf Schwickert
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos