01. November 2017, 19:48 Uhr

Feuriges zum Jubiläum

01. November 2017, 19:48 Uhr
Arwed Krause senior und junior bezaubern mit ihrer spektakulären Feuershow.

Mit einer fantastischen Feuershow klang die »Lange Nacht der Kirche zum Reformationsjubiläum« der Katharinengemeinde Gemünden aus. Vorangegangen war eine musikalisch geprägte Feier in und um die evangelische Kirche Nieder-Gemünden. Dazu hatte die Katharinengemeinde anlässlich des Reformationsgeburtstages im Rahmen der Gemündener Kulturwochen eingeladen.

»500 Jahre Reformation sind auch ein Grund zum Feiern«, sagte Pfarrerin Ursula Kadelka in ihrer Begrüßung, nachdem zuvor der Chor Bunielot die Veranstaltung mit dem bekannten Luther-Lied »Ein feste Burg« eröffnet hatte. Danach folgte ein dreieinhalbstündiges fröhliches Miteinander, das geprägt war von Konzertdarbietungen mit klassischer und moderner Musik. Dazwischen boten Pausen, in denen mit verschiedenen Snacks und Getränken, unter anderem auch »Luther-Bier«, für das leibliche Wohl bestens gesorgt war, reichlich Gelegenheit zum Schwätzchen.

Erste musikalische Höhepunkte bot das Querflöten-Duo Maren Kadelka und Igor Karrassik unter anderem mit einer »Etüde« von Ernesto Köhler, der »Pizzicato-Polka« von Strauss oder Melodien aus »Phantom of the Opera«. Im nächsten Block erklangen von der Gesangsgruppe »Adonai« (Leitung Daniela Jensen) einige Lieder. Nun waren es Magdalena Damrath, Alina Seim und Luisa Roth vom Trio »SoS« (Sound of Sax), die mit ihren »singenden Saxofonen« einige bekannte Melodien spielten.

Popsongs in der Kirche

Mit »Innsbruck, ich muss dich lassen« des just im Reformationsjahr 1517 verstorbenen Komponisten Heinrich Isaac begann Kirchenmusikerin Christine Geitl ihre Darbietungen an der Orgel. Es folgten zwei Canzonen sowie von Johann Pachelbel eine Toccata und abschließend ein Orgelkonzert von Joh. Gottfried Walther.

Im fünften und letzten Block der musikalischen Darbietungen waren es wiederum die Sängerinnen des Chores »Bunielot«, die unter der Leitung von Sabine Spahn und unter Begleitung von Lukas Tauschner am E-Piano und Hans-Georg Otterbein am Schlagzeug, auch Popsongs hören ließen.

Pfarrerin Kadelka las zwischen den Programmvorträgen einige Aussagen Luthers vor. So unter anderem: »Die Lüge ist wie ein Schneeball, je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.« Oder die Geschichte, die Martin Luther erzählt hat: Es lief ein Hund durch einen Wasserstrom und er hatte ein Stück Fleisch im Maul. Als er das Spiegelbild vom Fleisch im Wasser sieht, wähnt er, es wäre auch Fleisch, und schnappt gierig danach. Da er aber das Maul auftat, entfiel ihm das Stück Fleisch und das Wasser führte es weg. Also verlor er beides, das Fleisch und das Spiegelbild davon. Die Lehre daraus: Wer das wenige verschmäht, dem wird das Größere nicht zuteil, wer zu viel haben will, der behält oft nichts. Mit Luthers Abendsegen wurden die Gäste auf den Rathausplatz entlassen und vor der Kirche wartete mit der Feuershow ein weiterer Höhepunkt des Abends. Gerade noch rechtzeitig, bevor stärkere Ausläufer des Sturmtiefs »Herwart« Gemünden erreichten, boten die »FeuerRaben« Arwed Krause senior und Arwed Krause junior aus Rabenau ein brillantes Feuerprogramm, das große und kleine Zuschauer gleichermaßen faszinierte.

Vater und Sohn jonglierten mit verschiedenen brennenden Utensilien, spuckten lodernde Flammen oder wirbelten mit brennenden Stoffen in der Luft herum, dass sie selber mit dem Feuerregen eins zu werden schienen. Teilweise banden die Feuerkünstler mutige Zuschauer in ihr sensationelles Programm ein.

Der Brandschutz war durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Burg-Gemünden vor Ort gesichert. Ebenso begleiteten Mitglieder der DRK-Ortsvereinigung die Veranstaltung.

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