13. Oktober 2017, 20:05 Uhr

Gartenpracht und Marmelade

13. Oktober 2017, 20:05 Uhr
Der Grebenauer Unternehmer Wilhelm Klieboldt öffnete für die Landfrauen seinen schön gestalteten, parkähnlichen Garten. (Foto: pm)

Eine Abordnung aller Landfrauenvereine des Bezirks war dieser Tage nach Grebenau eingeladen. Beim Treffen stellten Vertreterinnen des Ortsvereins ihre Heimat mit all den Vorzügen und Besonderheiten vor. Zu Beginn hieß Ira Emmerich alle Teilnehmerinnen in der Kirche willkommen. Nach Grußworten referierte Pfarrer Toralf Kretschmer über die Entstehungsgeschichte der Kirche mit ihren wunderschönen Gemälden. Umrahmt wurde der Programmpunkt von zwei Orgelstücken des Musikers Christoph Zulauf. Auch beim anschließenden Gesang begleitete er die Kirchenbesucher auf dem Instrument.

Beim Verlassen der Kirche wurden zwei Gruppen gebildet. An verschiedenen Standorten konnten die Landfrauen einiges über Grebenau erfahren. Für Landfrauen, die nicht mehr so gut zu Fuß waren, stand ein Bus der Freiwilligen Feuerwehr bereit. Herr Müller hat die Damen zu den einzelnen Besichtigungsorten gefahren. So konnten auch sie sich ein Bild machen.

Erster Anlaufpunkt war die ehemalige Molkerei, die jetzt Firmensitz der Firma Ba-Co-Ga Technik ist. Die Firma ist Hersteller und Vertreiber von Dichtungstechnik. Die Produkte werden in das Leitungssystem gepumpt und verschließen in kürzester Zeit dauerhaft undichte Stellen. 2016 gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Unternehmensgründer Wilhelm Klieboldt hatte seine Firmenanteile an eine dänische Firma veräußert und steht der jetzigen Geschäftsführung beratend zur Seite. Seine neu gewonnene Freizeit kann er nun in seinem Garten verbringen. Für die Landfrauen öffnete Klieboldt seinen wunderschön gestalteten, parkähnlichen Garten.

Info zum Fest der guten Taten

Die Busch- und Blumenvielfalt, der Teich, der Springbrunnen, die Brücke und der Wasserlauf sowie das Gewächshaus konnten von den Landfrauen besichtigt werden. Staunend wurden Eindrücke und Ideen gesammelt. Mit einigen Erklärungen zu den Gebäuden, die den Weg säumten, ging es anschließend zu Fuß bis zum Spielplatz der Stadt. Die dort stehende Gedenktafel erinnert an die Synagoge der jüdischen Gemeinde, die in Grebenau vor dem Krieg eine beträchtliche Größe hatte.

Die jüdische Gemeinde in Grebenau besaß eine Synagoge, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad (Mikwe) und einen im 18. Jahrhundert angelegten Friedhof. Hierzu hatte Pfarrer Kretschmer einen entsprechenden Vortrag vorbereitet, den er anhand von Bildern lebhaft gestaltete.

Dann ging es weiter in Richtung Stadtverwaltung. Auf der kleinen Brücke vor dem Amtmannhaus erzählte Birgit Müller einiges über den Grebenauer Weihnachtsmarkt. Als »Fest der guten Taten« bezeichnet, stellt er als Weihnachtsmarkt etwas Besonderes dar. In der Johanniterhalle wurden die Landfrauen schon erwartet. Nach einem kleinen Überblick über die Infrastruktur des Gründchens übergab Ira Emmerich das Wort an den Hausherrn, Bürgermeister Lars Wicke. Er freute sich, eine so große Anzahl von Landfrauen begrüßen zu können. Er berichtete Details über die Stadtgeschichte und die damals wichtigen Handels- und Heeresstraßen, die Wasserburg, das Johanniterkloster sowie über die Stadt- und Marktrechte. Karin Linker richtete einige Grußworte vom Vorstand des Bezirksvereins an die anwesenden Landfrauen.

Die liebevoll eingedeckte Kaffeetafel war für jede Landfrau mit einem kleinen Glas selbst hergestellter Erdbeerkonfitüre als Geschenk dekoriert. Nun stand dem gemütlichen Beisammensein bei selbst gebackenen Kuchen und herzhaften Schnittchen nichts mehr im Wege. Es wurde eine gesellige Runde, bei der sich die Landfrauen munter austauschten.

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