04. Oktober 2017, 20:34 Uhr

4,1 Prozent mehr Einlagen

04. Oktober 2017, 20:34 Uhr
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Von Dieter Graulich
Die geehrten Mitglieder Walter Glitsch (2. v. l.), Ewald Krämer, Erwin Frank, Wilfried Reichhold, Gerhard Rausch und Reinhard Merkel mit den Vorständen Thomas Lenz (l.), Dirk Eschenröder (2. v. r.) und Aufsichtsratsvorsitzendem Karsten Schmidt (r.). (Foto: au)

Ulrichstein (au). »Insgesamt sind wir mit den Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 zufrieden. Wir waren sozusagen im Plan beziehungsweise sogar in Teilbereichen darüber«. Diese positive Bilanz zog Vorstandsmitglied Thomas Lenz jetzt in seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung der Volksbank Ulrichstein in der Stadthalle. »Wir haben ein gutes Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft gehabt und ein angemessenes Betriebsergebnis erzielt«. Die Bilanzsumme stieg um 2,5 Prozent auf nunmehr rund 51,2 Millionen Euro. Den Anstieg der Kundeneinlagen bezifferte er mit drei Prozent auf 42,8 Millionen Euro. Bei weiterhin niedrigem Zinsniveau würden die Kundeneinlagen überwiegend in kurzfristigen Anlageprodukten angelegt. Während bei den Spareinlagen ein Zuwachs von 1,5 Prozent zu verzeichnen war, wuchsen die anderen Einlagen um 4,1 Prozent. »Bei geringen Zinsen bleibt der Wunsch flexibel zu sein groß«, sagte der Bankdirektor. 17,7 Millionen Euro hätten die Kunden bei Verbundunternehmen angelegt. Durch Kurssteigerungen bei den Wertpapieren wuchs diese Zahl um 2,1 Prozent.

Zum Kreditgeschäft führte er aus, dass das bilanzielle Volumen durch eine gute Nachfrage, sowohl privat als auch gewerblich, um 4,1 Prozent auf über 31 Millionen Euro angewachsen sei. Insgesamt wurden 233 Kreditanträge mit einem Volumen von 6,6 Millionen Euro bearbeitet.

Im Geschäftsjahr 2016 habe sich der Mitgliederbestand um sieben, auf nunmehr 1377 Personen verringert. Die Bank beschäftige 2016 zwei Vorstände und zehn weitere Angestellte, zum Teil in Teilzeit und auch geringfügig Beschäftigte. Nach Abzug von rund 77 000 Euro Steuern verbleibe ein Jahresüberschuss inklusive des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr von 261 000 Euro. Davon seien vorweg 100 000 Euro den Rücklagen zugeführt worden. Es verbleibe somit ein Bilanzgewinn in Höhe von 168 802,32 Euro. Die Verteilung schlug er wie folgt vor: 5,5 Prozent Dividende auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder 19 851,59 Euro, Zuführung zu den gesetzlichen Ergebnisrücklagen und Zuführung zu anderen Ergebnisrücklagen mit je 70 000 Euro sowie ein Vortrag in das neue Geschäftsjahr 8950,73 Euro. Die Hauptversammlung stimmte diesem Beschlussvorschlag wenig später einstimmig zu.

»Wichtiger als die Zahlen von gestern, ist allerdings die Frage: Was bringt die nahe Zukunft?« meinte Lenz. Seit Jahren habe man dabei die gleichen Themen: »Wie wird sich die überbordende Bürokratie die unsere Bankenaufseher und Politiker entwickeln und wie können unsere Banken, ob klein oder groß, bei der Null-Zins-Politik überleben«. Er kritisierte die jährliche Flut an neuen Vorschriften.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Fred Adomeit (Bobenhausen), Helmut Dechert (Rebgeshain) und Andreas Hädicke (Wohnfeld) einstimmig wiedergewählt. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Ewald Krämer (Ulrichstein), Wilfried Reichhold (Höckersdorf), Reinhard Merkel (Sellnrod), Walter Glitsch (Helpershain), Gerhard Rausch (Rebgeshain) und Erwin Frank (Ober-Seibertenrod) geehrt. Dirk Eschenröder sagte Dank für die langjährige Treue zur Volksbank und wies bei seinen Glückwünschen auch auf das Eintrittsjahr der Mitglieder hin, denn 1967 sei Eintracht Braunschweig Deutscher Fußballmeister geworden, und Dr. Christiaan Barnard habe in Kapstadt die erste Herztransplantation an einem Menschen durchgeführt.



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