10. September 2017, 20:22 Uhr

Kinder vor Schädigung schützen

10. September 2017, 20:22 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Der Verein »Hilfe für das verlassene Kind« besteht 50 Jahre und betreibt das Haus am Kirschberg, das vor allem jungen Müttern Hilfe bietet. (Foto: pm)

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär im hessischen Sozialministerium Jo Dreiseitel, nahm an der Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Trägervereins ›Hilfe für das verlassene Kind‹ in Lauterbach teil und informierte sich auch über neue Projekte. Der Verein unterstützt seit 50 Jahren alleinerziehende junge Mütter, Kinder und Mädchen sowie seelisch und sozial benachteiligte junge Menschen. »Die Entwicklung des Vereins ist eine eindrucksvolle Leistung, hinter der viel Tatkraft, Engagement und vor allem fachliches Know-how der verantwortlichen Personen steckt«, sagte Dreiseitel. Von kleinen Anfängen habe sich der Verein zu einem der größten freien Jugendhilfeträger der Region mit einem breiten pädagogisch-therapeutischen Angebot entwickelt, dabei war der Verein immer wieder ein Motor der Fortentwicklung der Jugendhilfe im Vogelsberg.

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung informierte sich auch über das neue Clearingangebot für junge Eltern im Haus am Kirschberg. »Mit diesem Konzept setzen Sie innovative neue Akzente. Junge Eltern in Problemlagen können damit bereits sehr früh erreicht und stabilisiert werden. Die Trennung von Eltern und Kindern kann möglicherweise vermieden werden. Deshalb ist dies ein sehr vielversprechender Ansatz zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Hilfen für diese Zielgruppe«, erklärte Dreiseitel in einer Mitteilung.

In den letzten Jahren sei der Schutzauftrag der Jugendhilfe verstärkt in den Blickwinkel gerückt. Die Behörden müssten aus Problemen der Vergangenheit und der Gegenwart immer neu lernen, wie die Mitarbeiter bestmöglich sicherstellen können, dass Kinder und Jugendliche in ihren Familien ebenso wie in Einrichtungen, in Schulen oder Vereinen vor jeder Schädigung geschützt werden. »Deshalb haben Schutz- und Präventionskonzepte heute in Jugendhilfeeinrichtungen einen zentralen Stellenwert und sind ein absolutes »Muss« für jede pädagogische Arbeit«, fügte Dreiseitel an.

Mit dem Bundeskinderschutzgesetz seien neue Ansätze verwirklicht. Da gehe es um den auch von Hessen unterstützten Ausbau der »Frühen Hilfen«. Dabei werden Eltern schon vor der Geburt unterstützt und man kann Überforderung und Schwierigkeiten bei der Erziehung vermeiden. »Es geht darum, Familien so früh wie möglich zu erreichen,« schloss Dreiseitel.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos