Vogelsbergkreis

Für A 49 und gegen Waschbären

Vogelsbergkreis (pm). Die FDP hat erneut einen Antrag zum Weiterbau der A 49 auf die Tagesordnung des Kreistages gesetzt und hofft auf Unterstützung der anderen Fraktionen. Dabei geht es vor allem darum, den Weg für ein rechtssicheres und ordnungsgemäßes Flurbereinigungsverfahren zu ebnen. »Es kann nicht sein, wie bisher vom hessischen Wirtschaftsministerium verfahren wird«, ärgert sich Mario Döweling. Auch die Antwort auf eine »Kleine Anfrage« werfe weitere Fragen auf und zeige erneut, dass Wirtschaftsminister Al-Wazir das Projekt offensichtlich mit allen Mitteln verzögern und verschleppen wolle. »Deshalb muss die A 49 endlich zur Chefsache werden, notfalls auch direkt durch den Ministerpräsidenten«, fordert Döweling. Aus Sicht der Freien Demokraten soll auch der Kreisausschuss auf eine Klärung des Sachverhalts hinwirken, damit ein zügiger Weiterbau erfolgen kann.
22. August 2017, 19:27 Uhr
Redaktion

Vogelsbergkreis (pm). Die FDP hat erneut einen Antrag zum Weiterbau der A 49 auf die Tagesordnung des Kreistages gesetzt und hofft auf Unterstützung der anderen Fraktionen. Dabei geht es vor allem darum, den Weg für ein rechtssicheres und ordnungsgemäßes Flurbereinigungsverfahren zu ebnen. »Es kann nicht sein, wie bisher vom hessischen Wirtschaftsministerium verfahren wird«, ärgert sich Mario Döweling. Auch die Antwort auf eine »Kleine Anfrage« werfe weitere Fragen auf und zeige erneut, dass Wirtschaftsminister Al-Wazir das Projekt offensichtlich mit allen Mitteln verzögern und verschleppen wolle. »Deshalb muss die A 49 endlich zur Chefsache werden, notfalls auch direkt durch den Ministerpräsidenten«, fordert Döweling. Aus Sicht der Freien Demokraten soll auch der Kreisausschuss auf eine Klärung des Sachverhalts hinwirken, damit ein zügiger Weiterbau erfolgen kann.

Ein weiterer Antrag beschäftigt sich mit der Zunahme der Waschbärpopulation im Kreisgebiet. »Immer wieder erreichen uns Beschwerden und Hilferufe aus der Bevölkerung, die unter der hohen Population zu leiden hat«. Deshalb sei es aberwitzig, dass Hessen eine Schonzeit für Waschbären beschlossen habe, obwohl die männlichen Tiere nichts zur Jungenaufzucht beitragen und halbwüchsige Jungtiere in den Sommermonaten effektiv bejagt werden könnten. Neben Sachschäden in Landwirtschaft und Wohnhäusern würden durch den Kot Parasiten und Krankheiten wie Staupe übertragen, deshalb sei eine scharfe Bejagung auch im Sinne des Seuchenschutzes nötig. Zudem gefährde der Waschbär als Nesträuber die Bemühungen bei Vogelschutzprojekten massiv. Der Kreis könne aktiv werden, indem man beispielsweise die Gebührenordnung ändere, damit eine Schusserlaubnis zum Töten von Waschbären, die in Wohngebieten gefangen wurden, nicht mehr kostenpflichtig sei, lautet ein Vorschlag der Liberalen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,302130

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung