02. August 2017, 05:00 Uhr

Kulturwochen

Kinoleinwand in der Ortsdurchfahrt

Die Kulturwochen »Ohm Sweet Ohm« starten am Samstag. Dazu wird die Frankfurter Straße gesperrt. Weitere Veranstaltungsorte sind das Schloss und »Halle 17« in Nieder-Ofleiden.
02. August 2017, 05:00 Uhr
Gehen bei der Künstlersuche »mit offenen Augen und Ohren durch die Welt: vier der fünf Organisatorinnen mit Beate Goßfelder-Michel, Sylke Bösking-Rieß, Anne Weißhuhn und Ute Schneider. (Foto: chi)

Bereits zum 10. Mal beginnen in Homberg in wenigen Tagen die Kulturwochen »Ohm Sweet Ohm« (OSO). Hunderte von freiwilligen Stunden sind auch in diesem Jahr wieder von den Mitgliedern der Kommission für Kunst und Kultur geleistet worden, um ein kulturell buntes Programm auf die Beine zu stellen. Und das kann sich – wie jedes Jahr – sehen lassen.

Gestartet wird am kommenden Samstag, den 5. August, mit dem unerwartet grandiosen Kinoerfolg aus Schweden »Ein Mann namens Ove« als Openair-Veranstaltung im Rahmen des Kinosommers Hessen Für dieses Kinoevent, das im Programm der Innenstadtoffensive »Ab in die Mitte« aufgenommen wurde, wird sogar die Frankfurter Straße in der Homberger Innenstadt gesperrt. Im Vorprogramm spielt »2Puls1« – die junge Marburger Band unterhält musikalisch bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Nach der Kunst in den Biergarten

Mit den »Glanzstücken« des Saxophon-Quartetts »Sistergold« geht es am Samstag, 12. August, weiter. Vor Beginn auf die Reise in die virtuos dargebotene musikalische Welt des Pop, Jazz und Soul, hat man noch die Gelegenheit, sich kulinarisch (Martin Jantosca) darauf einzustimmen.

Die Organisatorinnen legen Wert auf die Vernetzung der Veranstaltungen in Homberg und so findet am Freitag, 18. August, die Vernissage für die dreiwöchige Ausstellung »Rostbarkeiten und Rauchzeichenkeramik« mit »Objekten zum Entdecken, Erkennen, Verstehen, Erinnern und Bewahren« des Künstlerpaares Stephanie Ahn und Olaf Hülsmann aus Bielefeld im Schloss statt. Da an diesem Freitag ebenfalls der Biergarten im Schlossgarten geöffnet ist, kann man Kunst, Geselligkeit und Genuss auf angenehme Art verbinden.

In der »Halle 17« in Nieder-Ofleiden wird am Samstag, den 2. September, der unbedingt sehens- und hörenswerte Jongleur und Wortakrobat Marcus Jeroch mit dem Programm »Seh Quenzen« (Literarieté – eine Symbiose von Literatur und Varieté) auftreten. Marcus Jeroch ist ein außergewöhnlicher Künstler im deutschsprachigen Kabarett, der – so Pressestimmen – »süchtig macht«. Auch zu dieser Veranstaltung kann man sich von Martin Jantosca kulinarisch verwöhnen lassen. Mit seiner Gitarre Frieda, die immer dabei ist, spricht und singt Oliver Steller am Sonntag, den 3. September, dann Gedichte für Kinder. Das Programm »Kinder 5« findet im Garten Thouare statt und richtet sich an Kinder ab dem Vorschulalter.

Abschluss in der Stadtkirche

Fast schon traditionell wird der Abschluss der Ohm-Sweet-Ohm-Kulturwochen in der Stadtkirche erfolgen. Das Trio Festivo, das bereits 2014 zu Gast in Homberg war und das Publikum damals schon in seinen Bann zog, gibt sein Konzert für Orgel und zwei Trompeten mit Werken aus dem Barock, aber auch zeitgenössischen Kompositionen, am 17. September. »Es ist eine anstrengende Zeit – aber alles in allem macht es jedes Jahr wieder sehr viel Spaß«. Das sagen die fünf Hauptorganisatorinnen Beate Goßfelder-Michel, Sylke Bösking-Rieß, Ute Schneider, Anne Weißhuhn und Dagmar Bisanz von OSO kurz vor Beginn der Veranstaltungen. »Die Stadt Homberg gibt uns den finanziellen Rückhalt, unterstützt uns auch bei der Organisation und die Gabe der etwa 30 Sponsoren hat sich in den vergangenen Jahren stabilisiert. Dies zeigt das Vertrauen in OSO, das über die Grenzen hinaus eine gute Resonanz hat. Unser Dank geht an alle Unterstützer, ohne die eine solche Veranstaltungsreihe gar nicht möglich wäre,« sagt Beate Goßfelder-Michel. Charakteristisch für die Fünf ist auf jeden Fall der Kontakt mit den Künstlern und deren individuelle Betreuung, die von den Künstlern sehr geschätzt und in bester Erinnerung gehalten wird. So steht man mit dem ein oder anderen Künstler/in noch immer in freundschaftlicher Verbindung. Und wie findet man immer wieder »neue« Künstler und Künstlerinnen, die für das Programm ausgewählt werden? »Man muss mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen und offen für alles sein,« so die einstimmige Antwort.

Gourmetkonzept passt

Und dann ist da noch die Sache mit der Lokalität. Nach dem zehnjährigen Jubiläum dieses Jahr wird man auf insgesamt 73 Veranstaltungen zurückblicken können, die an 36 verschiedenen, oft ungewöhnlichen Plätzen in Homberg und den Stadtteilen stattgefunden haben (zum Beispiel in Scheunen, in einer Autowerkstatt, auf dem Gelände einer Palettenfabrik, auf einer Wiese an der Ohm um nur einige Beispiele zu nennen). Die jeweilige Bühnenausstattung und die Dekoration ist bei den einzelnen Veranstaltungen – genau wie das schlüssige Gourmetangebot – stilvoll und dem Thema angepasst. Dass für diese zahlreichen außergewöhnlichen Dinge, die insgesamt ein in sich überzeugendes Gesamtkonzept ergeben, unzählige freiwillige Stunden geleistet werden, glaubt man gerne – und man merkt, dass jede einzelne der Mitorganisatorinnen mit Leib und Seele dabei ist. Aber ohne das würde es »OSO« in dieser besonderen Art sicherlich nicht geben.

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