16. Juli 2017, 18:07 Uhr

»Dalleser« und »Ziehdoggder«

16. Juli 2017, 18:07 Uhr
Klaus Dehne (r.) mit Seniorentreff-Gast Hartmut Dietrich. (Foto: sf)

Die Organisatoren des Seniorentreffs im Dorf sind sehr rege. Vorsitzender Klaus Dehne arbeitet immer ein schönes Jahresprogramm aus. Dieser Tage hatten Klaus Dehne und seine Mitstreiter Hartmut Dietrich für eine Lesung eingeladen. Dietrich stammt aus Ortenberg, er lernte den Beruf des Malers und machte sich später selbstständig.

Im Alter von 50 Jahren wurde er berufsunfähig. Er schätzt seit jeher oberhessische Gedichte und Karl Brodhäcker ist sein Vorbild. So schreibt er unter anderem als Vorwort in seinem Buch: »Aich schreiwe neide an prosa unn neid lyrisch, s’eas owwerhessisch, aach ned syrisch. Aich schreiwe wie mir d’s Maul gewoase, ansonsten hätt’aichs bleiwe gelosse«. Klaus Dehne war erfreut, dass außer den Stammgästen auch Gäste aus Flensungen, Ilsdorf und Grünberg begrüßt wurden. Liebevoll waren die Tische eingedeckt. Zur Begrüßung wurden »Heimatland« und »Bergvagabunden« gesungen und Dehne trug Gedichte vor. Nach Kaffee und Kuchen ging es dann humoristisch zur Sache. Selbst Autor Hartmut Dietrich musste beim Vortrag an mancher Stelle lachen. Er hat kleine Geschichten in Gedichte umgesetzt. In seinem neuen Buch »Deutsch und Owwerhessisch« hat er seine Geschichten zusammengesetellt. Er erzählt vom »Ortenberger Dalleser« und vom Bahnhof, der von Ilsdorf so weit weg ist. Aber anders wäre der Bahnhof zu weit von den Schienen entfernt.

Er erzählte von der Edith, den selbsterfunden Spielen und vom Kellergeist Hubbuz. Aber auch wenn die lästige Verwandtschaft sich einlädt, wusste er Rat. Aber auch eine Anleitung zum Herstellen einer Frikadelle ist in seinem Buch zu finden. Ferner schildert er darin seine Erlebnisse beim »Ziehdoggder. Kostprobe: »Mir wackele die Ziieh owwe ean unne, aich hu aach schoo Ziieh uff’m Burre gefunne«. Ferner berichtete er darüber, wo der gute Kurt »met seinem Doscht« endet, nämlich auf dem Nachtlager im Hühnerstall. Viel Amüsantes wusste Hartmut Dietrich an diesem Nachmittag zu berichten und es gab viel Applaus dafür. Nach einem weiteren Gedicht von Brigitte Hubel und einigen Schlussworten wurde noch gemeinsam das Ober-Ohmener Lied gesungen. Klaus Dehne dankte Hartmut Dietrich für den sehr gelungenen Vortrag.

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