29. Juni 2017, 20:10 Uhr

Für eine moderne Berufsschule

29. Juni 2017, 20:10 Uhr
Landrat Manfred Görig (r.) dankt Helmut Reitschky (M.) und Schulleiter Friedhelm Walther schließt sich den guten Wünschen an. (Foto: pm)

Alsfeld (pm). »Mit Leib und Seele Lehrer.« Mit diesen Dankesworten verabschiedete Landrat Manfred Görig in Alsfeld den langjährigen stellvertretenden Schulleiter Helmut Reitschky in den Ruhestand. Für die Max-Eyth-Schule habe der Maschinenbau-Ingenieur Herausragendes geleistet und viele Spuren in der größten Schule des Vogelsbergkreises hinterlassen. Schulleiter Friedhelm Walther teilte diese Einschätzung des Landrats vollständig. Görig verwies insbesondere auf die Zeit von 2015 bis 2017, in der Reitschky nach dem Weggang von Claudia Galetzka die Schule kommissarisch leitete. 1986 kam Helmut Reitschky als Lehrer an die Kreisberufsschule nach Alsfeld, die über 2000 Schülern in elf verschiedenen Schulformen Angebote macht. Von Anfang an habe sich Reitschky als »Fachmann, Kenner der Region und Freund der Jugend« für eine moderne Berufsschule stark gemacht. »Ja«, sagte Helmut Reitschky, »ich bin immer mit Leidenschaft Lehrer gewesen – Lehrer, das ist ein klasse Beruf!«

Friedhelm Walther, Görig und der Geehrte beleuchteten die gegenwärtige Bildungspolitik. Alle drei waren sich einig: die berufliche Bildung muss deutlich stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken. Verlässliche berufliche Bildung sei ein Eckpfeiler einer fortschrittlichen Gesellschaftspolitik, sagte Reitschky. Chancengleichheit und das Entfalten der persönlichen Entwicklung vieler junger Menschen habe hier ihren Ursprung. Auch die Regionalpolitik wurde beleuchtet: »Der ländliche Raum braucht andere Herangehensweisen als die Metropolen«, sagte Görig. Für Reitschky steht fest: »Die Innovationskraft eines Landes steht und fällt mit der Dynamik derjenigen, die eifrig und mutig sind, Neues auszuprobieren. Die Frage, ob so etwas finanzierbar ist, reicht alleine für sich einfach nicht aus. »Es muss wieder Mode werden, größer zu denken«. Unerlässlich sei überdies, das Handwerk wieder stärker als bisher wertzuschätzen. Reitschky besuchte nach seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser die Fachoberschule in Nidda und studierte Maschinenbau an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Ein Aufbaustudium an der Technischen Hochschule Darmstadt ebnete den Weg zum Lehrerberuf. Bad Hersfeld und Iserlohn waren erste Berufsschul-Stationen, bevor er 1986 nach Alsfeld ging, um seinen Dienst an der Max-Eyth-Schule zu beginnen. Seit 2006 war Reitschky stellvertretender Schulleiter.

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