23. Juni 2017, 12:00 Uhr

Spendenlauf

Mücker Hilfe für jordanische Flüchtlingslager

Mücker Schüler helfen Flüchtlingen in jordanischen Lagern. Und dafür legen sie sich sportlich mächtig ins Zeug.
23. Juni 2017, 12:00 Uhr
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Von Jutta Schuett-Frank
Von links bei der Spendenübergabe: Tobias Greilich, Paula Wegener, Leon Schott, Peter Größer, Julian Kratz, David Schneider, Schulleiter Gustl Theiss, Krysztof Koziol, Tom-Luca Sütcü und Mia Prekatsounakis. (Foto: sf)

Nachdem die beiden letzten Spendenturniere großen Anklang gefunden hatten, arbeitete das Team der Schülervertretung Mücke schon mehrere Monate daran, diesen Erfolg zu wiederholen. Auch in diesem Jahr soll das Geld der »Aktion Hessen Hilft« übergeben werden, um deren Arbeit in den überfüllten Flüchtlingslagern Jordaniens zu unterstützen. In diesem Jahr wurde das SV-Spendenturnier zum dritten Male ausgeführt. Schulsprecher und Chefplaner David Schneider und sein Team (unter anderem Tom-Luca Sütcü, Julian Kratz, Chris Koziol, Leon Schott, Sarah Endres, Mia Prekatsounakis, Paula Wegener, Leon Schott, Emma Weil, Marvin Erb, Laurin Plate sowie viele weitere Helfer und Verbindungslehrer Peter Größer), sorgten an drei Tagen für einen reibungslosen Ablauf und Zuschauerverköstigung mit Würstchen und Waffeln.

Die Begeisterung unter den Schülern war groß: Alle Klassen nahmen am Turnier teil und entrichteten ihr Startgeld für den guten Zweck. Hinzu kommen nun noch die individuellen Spenden von Teilnehmern. Sportlich setzten sich jeweils die Favoriten durch. In der Förderstufe siegte die Klasse 6Fd mit 2:0 gegen die 6Fa, das Turnier der Stufen 7/8 entschied die 7Gb mit einem mit einem deutlichen 4:0 gegen ihre Parallelklasse 7Ga für sich.

Bei den ältesten Schülern konnte sich einmal mehr das Team der 10Ga durchsetzen (mit 2:0 gegen die 10Ra), das die vorigen Turniere ebenfalls souverän gewonnen hatte.

 

Ausharren in der Wüste

 

Zu den Erlösen kamen noch die »Sponsorengelder«, mit denen Eltern und Freunde die Mannschaften unterstützen. An der syrischen Grenze wurde im Sommer 2012 auf jordanischer Seite das Flüchtlingslager Zaatari als Zufluchtsstätte für Flüchtlinge aus Syrien errichtet. Für 30 000 Menschen geplant, ist es inzwischen mit 150 000 Flüchtlingen zum zweitgrößten Flüchtlingslager der Welt angewachsen. 30 000 Zelte und Container reihen sich aneinander, soweit das Auge reicht, und sind zu einer riesigen Zeltstadt geworden. Die Verantwortung für die Flüchtlinge obliegt dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), die Leitung dem Deutschen Kilian Kleinschmidt. Schon 1999 haben Tobias Greilich und Kilian Kleinschmidt zusammen Flüchtlingslager für Kosovo-Flüchtlinge errichtet. Zaatari erfüllt die notdürftigen humanitären Standards. In den Zelten sind Matratzen, Decken und ein Propangaskocher vorhanden – das ist alles.

Neben den Unterkunftsbedingungen machen Wüste, Sand und Hitze den Menschen zu schaffen. Hinzu kommt, dass die Flüchtlinge zwar dem Krieg entkommen sind – aber in jedem Zelt gibt es furchtbare Geschichten. Durch die schiere Flüchtlingszahl und die unklare Perspektive – die Krise in Syrien wird noch Jahre andauern, manche Menschen nie mehr in ihr zerstörtes Land zurückkehren – steht Zaatari vor zahlreichen weiteren Herausforderungen. So mussten erste Kindergärten und Schulen eingerichtet werden und es nehmen bereits einige Tausend Kinder am Unterricht teil. Für viele Tausend weitere Kinder müssen Strukturen noch geschaffen werden, um ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben. Tobias Greilich, Vorsitzender der Aktion Hessen hilft ist ein engagierter »Spendensammler«, der auch dafür Sorge trägt, dass die Materialien ihr Ziel erreichen. Nun konnte der Vorsitzende Tobias Greilich von der Gesamtschule Mücke eine Summe von 1000 Euro in Empfang nehmen.

Tobias Greilich erläuterte den Schülerinnen und Schülern die Situation in Jordanien. Schulleiter Gustl Theiss und Lehrer Peter Größer begleiteten das Projekt.



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