12. Juni 2017, 19:25 Uhr

»Der Mann mit Fliege« in Alsfeld

12. Juni 2017, 19:25 Uhr
Eric Planz (l.) dankt Prof. Heinz Riesenhuber für seinen Besuch in Alsfeld. (Foto: pm)

Vogelsbergkreis (pm). Am Sonntag hatte die Junge Union Alsfeld einen besonderen Gast: Mit Prof. Heinz Riesenhuber war der Alterspräsident des Deutschen Bundestages zu einem Seminar im Hotel Klingelhöffer gekommen. Unter dem Titel »Meine CDU 2017« beschäftigten sich die Teilnehmer mit Herausforderungen für die Bundespolitik der kommenden Jahre. Im Anschluss informierte Dr. Günther Dill, Politikberater der Konrad-Adenauer-Stiftung, über Geschichte und Programmatik der Union.

Rund 20 interessierte JUler und CDU-Mitglieder begrüßte Vorsitzender Eric Planz und erläuterte zum Ehrengast, dass Prof. Riesenhuber in den 41 Jahren, die er bereits Abgeordneter des Deutschen Bundestages ist, das Land entscheidend mitgestaltet habe. Nicht zuletzt war der amtierende Alterspräsident von 1982 bis 1993 Bundesforschungsminister. Der 81-jährige Abgeordnete habe angekündigt, nicht erneut für den Bundestag zu kandidieren und sich von der politischen Bühne zurückzuziehen. Daher freue Planz sich umso mehr, dass Prof. Riesenhuber zum Abschluss noch einmal nach Alsfeld gekommen sei. Riesenhuber berichtete von den Aufgaben, die er für die kommenden Jahre sehe. So sei der Erhalt von Arbeitsplätzen und einer guten Wirtschaftslage enorm herausgefordert. Seit der Kanzlerschaft von Angela Merkel habe man die Forschungsausgaben des Bundes verdoppelt. Gleichzeitig wachse die Anzahl an neuen Wissenschaftlern zum Beispiel in China jedes Jahr weiter. »Deutschland hat keine schlechten Universitäten. Wir haben aber auch keine Hochschulen, die international spitze sind«, meinte Riesenhuber in Alsfeld. Auch das Rentensystem, das Zusammenhalten der Europäischen Union und die Entwicklung Afrikas seien große Herausforderungen für die Abgeordneten der nächsten Legislaturperioden. Riesenhuber berichtete auch von seiner Zeit als Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen.

Am Nachmittag zeigte Dr. Günther Dill den Unions-Mitgliedern Ursprünge und Anfänge der Christdemokratie auf. So erklärte Dill, dass die geistigen Wurzeln der CDU in der Sozialethik der christlichen Kirchen, in der liberalen Tradition der europäischen Aufklärung und im christlich motivierten Widerstand gegen das NS-Unrechtsregime lägen. Die drei Leitideen bei der Parteigründung seien die Interkonfessionalität, die Integration unterschiedlicher sozialer Schichten (Volkspartei) und der Anspruch, programmatisch die politische Führung zu übernehmen, gewesen. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität seien die Werte, die laut Dill alle fünf Grundsatzprogramme der CDU ausgemacht hätten.

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