23. Mai 2017, 12:00 Uhr

Hundertjährige

Freude mit zehn Urenkeln

Das war schon ein kleines Dorffest, die Feier zum 100. Geburtstag von Emma Donnerstag, geb. Seim, am Sonntag. Und es war Gelegenheit zum Rückblick auf ein hartes Leben.
23. Mai 2017, 12:00 Uhr
Avatar_neutral
Von Hannelore Diegel
Der 100-jährigen Emma Donnerstag gratulieren (v.l.) Ortsvorsteher Andreas Buch, Stadträtin Annerose Seipp und Pfarrerin Ursula Kadelka. (Foto: eva)

Eine große Gästeschar hatte sich im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden, um der Jubilarin zu ihrem besonderen Ehrentag die persönlichen Glückwünsche zu überbringen.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten auch Stadträtin Annerose Seipp und Ortsvorsteher Andreas Buch (ein Enkel der Jubilarin), die die Glückwünsche der Stadt Homberg, des Landes Hessen, des Vogelsbergkreises und des Ortsbeirates überbrachten, und rechtzeitig zum 100. Geburtstag waren auch die Glückwünsche vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier eingetroffen.

Für eine besondere Überraschung sorgte Pfarrerin Ursula Kadelka, die im historischen Gewand vom zum gleichen Zeitpunkt in Nieder-Gemünden stattfindenden »Katharinenmarkt mit Mittelalterflair«, zum Gratulieren gekommen war und die tschechische Musikgruppe »Euphorica« mitgebracht hatte, die die Jubilarin und die Gäste mit einigen Darbietungen erfreute.


Schwere Schicksalsschläge

Am 21. Mai 1917 in Bleidenrod geboren, blieb Emma Donnerstag ihrem Heimatort Bleidenrod, in dem sie auch die Schule besuchte und konfirmiert wurde, immer treu. Nach der Schulentlassung 1931, diente sie, wie das damals so üblich war, zunächst ein Jahr in einem benachbarten Bauernhof in Bleidenrod, bevor sie voll und ganz zu Hause in die elterliche Landwirtschaft mit einstieg. Mit ihrem Mann Albrecht Buch, den sie 1940 heiratete, war ihr nur eine kurze Ehe beschieden. Denn Albrecht Buch musste als Soldat in den Krieg und fiel nur ein paar Wochen später, nachdem 1941 Sohn Lothar das Licht der Welt erblickt hatte.

17 Jahre später, im Jahre 1958, heiratete die Jubilarin ihren zweiten Mann Ernst Donnerstag, und noch im gleichen Jahr kam Sohn Reiner zur Welt. Doch dann traf sie ein erneuter Schicksalsschlag, als ihr Mann Ernst, nach nur neunjähriger Ehe im Jahre 1967 verstarb. Und so war Emma Donnerstag wieder auf sich alleine gestellt und betrieb bis 1980 den landwirtschaftlichen Betrieb mit allem was dazu gehörte in eigener Regie weiter. Unterstützt wurde sie dabei zunächst von ihren Eltern und später von Sohn Reiner. Sohn Lothar hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine eigene Familie gegründet und sich ein neues Domizil in Bleidenrod aufgebaut.

Emma Donnerstag, zu deren Familienverbund in der Zwischenzeit neben den Söhnen und den Schwiegertöchtern auch fünf Enkel mit Partnerinnen und Partnern und zehn Urenkel gehören, lebt gemeinsam mit Sohn Reiner und seiner Frau Andrea in dem Haus, in dem sie geboren wurde. Sie hat große Freude daran und genießt es, wenn die Urenkelchen zu Besuch kommen.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos