01. Mai 2017, 22:21 Uhr

Sensibler Umgang mit Tod

01. Mai 2017, 22:21 Uhr
Klaus Schache stellt die Hospizarbeit vor. (Foto: hso)

Feldatal-Groß-Felda (hso). Der Förderverein Feldatal der Diakoniestation Ohm/Felda befasste sich besonders mit der Begleitung von Sterbenden und Schwerstkranken. Darüber infornierte Klaus Schache vom Hospizverein Alsfeld in der Mitgliedersammlung des Fördervereins. Vorsitzender Ernst Uwe Offhaus berichtete, dass die Diakoniestation durch den Wechsel in der Geschäftsführung eine positive Entwicklung genommen habe. Man sei noch nicht ganz am Ziel. Dank der Fördervereine und Kommunen sei man auf einem sehr guten Weg. Der Förderverein Feldatal spende an die Station, wobei bei man diese für die besonderen Aufgaben der »Krankenbetreuung« einsetze. Man habe immerhin rund 3750 Euro an die Diakoniestation weitergeleitet. Die Versammlung beschloss Unterstützung für den »Runden Tisch« für Flüchtlinge in Groß-Felda. Die Mitgliederentwicklung, so Offhaus weiter, habe wieder steigende Tendenz. Die Zahl sei von der Zeit der Gründung von 440 auf 263 zurückgegangen. Durch Werbung, wie in Gemeindebriefen der Kirchengemeinden, wolle man tätig werden. Marlene Hofmann berichtete von einer gesunden Kassenlage des Vereins und auf Antrag von Kassenprüferin Regina Koch gab es Entlastung.

Höhepunkt war der Vortrag von Klaus Schache über den Hospizverein. Es war ein lebhafter und emotionaler Vortrag, der die Zuhörer für dieses sensible Thema interessierte. Der Verein bietet seit 2001 in der Region Alsfeld die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender an. Diese gelte für die Begleitung zu Hause, im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen. Dafür nehmen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer viel Zeit und unterstützen Angehörige und Freunde in der Zeit des Abschieds und der Trauer. Aufmerksam werde man durch Angehörige, Mitarbeiter der Diakoniestationen, Hausärzte und vom SAPV Team im Krankenhaus. Danach nehme man den Kontakt für die Hilfe auf.

Weitere Säulen des Vereins, so Schache weiter, seien öffentliche Veranstaltungen zum Thema Leben, Sterben, Tod und Trauer, Informationen zur Patientenverfügung gehören auch dazu. Weiterhin biete man die Ausbildung zum Hospizhelfer und -helferin sowie zum Trauerbegleiter oder der -begleiterin. Aktuell seien neun Personen in Ausbildung, die 140 Stunden dauere. Er wünschte sich mehr Männer in diesem Bereich. Die nächsten Hospize seien in Marburg, Gießen und Gilserberg. Der Verein finanziere sich über Spenden von Privatpersonen, von Firmen, Vereine und Kirchengemeinden.

Schache lud dazu ein, das Trauercafé »Die Brücke« in der alten Molkerei in Alsfeld zu nutzen. Das kostenlose Angebot sei jeden ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Man spreche Menschen an, die Angehörige und Freunde verloren habe. Unabhängig davon wie lange der Verlust zurückliegt und auch unabhängig davon, ob sie vor dem Todesfall Kontakt mit dem Hospiz hatten oder nicht. Informationen im Internet unter www.hospiz.alsfeld.de Das interessierte Publikum dankte Schache mit viel Applaus für den kurzweiligen Vortrag.

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