20. April 2017, 18:55 Uhr

Erdbeere liebt Spargel

20. April 2017, 18:55 Uhr
Eine Ehrung wurde Ottilie Pabst aus Nieder-Gemünden zuteil, die als älteste Teilnehmerin der Seniorennachmittage mit einem kleinen Präsent bedacht wurde. Hintere Reihe von links: Ingrid Stein, Heidrun Schäfer, Renate Müller, Simone Ries, Birgit Ertl und Heike Pabst und vordere Reihe sitzend: Ottilie Pabst. (Foto. eva)

Märchenerzählungen, Geschichten und Gedichte sowie Bewegungsspiele standen im Mittelpunkt des April-Unterhaltungsnachmittages im Gemeindehaus in Nieder-Gemünden. Damit beschloss die Kirchengemeinde Nieder-Gemünden, Elpenrod, Hainbach und Otterbach die Herbst-Wintersaison der Seniorentreffen.

Zu Gast war die Märchen- und Geschichtenerzählerin Silvia Völker, die die Gäste wieder auf eine Reise in die Fantasiewelt der Märchen und Sagen mitnahm. Eröffnet hatte Silvia Volker die Märchenrunde mit einer Klangreise-Geschichte um eine erblühende Tulpe, der die Gäste mit geschlossenen Augen lauschten. Silvia Völker stellte beim Ratespiel die Märchenkenntnisse der Gäste auf die Probe, wobei die Fragen von den märchensicheren Senioren natürlich mit Bravour gelöst wurden und sie hatte eine Geschichte im Gepäck, in der es um einen Mann ging, der vor lauter Unzufriedenheit achtlos an allem Glück vorbeiging.

Köstlich auch die Frühlingsgeschichte um die romantische Liebe zwischen einer Erdbeere und einem Spargel, die zunächst hoffnungslos schien, aber schließlich waren sie doch vereint im »Spargelsalat mit Erdbeeren«. Schließlich brachte Silvia Völker auch noch Wilhelm Buschs Maikäfergeschichte aus Max und Moritz zu Gehör. Und zum Abschluss erhielten alle Gäste einen kleinen »Glückskäfer« aus der Schatztruhe der Märchenerzählerin.

Zu Beginn vermittelte Pfarrer Thomas Schill in einer Andacht, dass sich die Fastenzeit als Bremsweg für das »Immer-mehr-haben-Wollen« eignet und man sich wieder auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren kann. Wie immer kamen die Darbietungen aus den eigenen Reihen nicht zu kurz. So lockerte Ingrid Stein die Gäste mit Bewegungsspielen beim fiktiven Ostereiersammeln oder mit der Geschichte auf, bei der alle eine Rolle bekamen.

Renate Müller und Simone Ries amüsierten mit einer anekdotenreichen Unterhaltung zwischen einer naiven Mutter und einer alles besserwissenden Tochter. Lothar Schenk zitierte aus einer Zeitschrift von 1987, in der ein Wissenschaftler unter dem Motto »So leben wir in 30 Jahren« prophezeit hatte, dass es 2017 keine Arbeitslosen mehr geben wird, man mit 16 Jahren Führerschein machen kann, nur noch 30 Stunden in der Woche gearbeiten werden, die Rente aber erst mit 70 kommt. Weitere Prognosen waren, dass acht bis zehn Wochen Urlaub im Jahr die Regel sind, es noch weniger Geburten gibt, die Menschen mehr in die Großstädte ziehen, es auf dem Land immer weniger Bahnlinien gibt, man aber in einem Tunnel bis nach Norwegen fahren kann. Auch war der Siegeszug der Fastfood-Ketten prognostiziert worden. Natürlich hatte auch der Osterhase vorbeigeschaut und für alle Gäste eine Überraschung dagelassen.

Eine besondere Ehrung wurde Ottilie Pabst aus Nieder-Gemünden zuteil, die als älteste Teilnehmerin der Seniorennachmittage mit einem kleinen Präsent für ihre regelmäßige Teilnahme an den Seniorentreffen besonders geehrt wurde.

Mit dem gemeinsam gesungenen »Kein schöner Land« verabschiedete das Organisationsteam die Seniorennachmittagsbesucher in die Frühjahrs- und Sommerpause.

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