31. März 2017, 20:25 Uhr

Ein bisschen Hobby-Psychologe

31. März 2017, 20:25 Uhr
Im Rahmen des freiwilligen sozialen Jahres haben Maurice Philipp und Kim Liehr (2. und 3. v. r.) den Kiosk bei den Schottener Sozialen Diensten wieder in Betrieb genommen. (Foto: sf)

Die Schottener Sozialen Dienste bieten jungen Leuten ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an. Der Dienst soll jungen Menschen eine Orientierung zwischen Schule und der Berufswelt bieten. Maurice Philipp (20) und Kim Liehr (19) sind bei den Schottener Sozialen Diensten tätig und mögen die Arbeit dort sehr.

Beide sagen übereinstimmend, dass man in einem Jahr ganz andere Einblicke erhält als bei einem Schnupperpraktikum. Die beiden jungen Leute fahren mit ihren Schützlingen unter anderem ins Schwimmbad, begleiten sie zum Fußballspielen, gehen mit ihnen Kegeln. Maurice Philipp und Kim Liehr arbeiten gerne mit den behinderten Menschen, erzählen sie im Gespräch.

Gerne gehen sie mit den Menschen auch zu gemeinsamen Treffen nach Grünberg. Sie erzählen, dass man ein klein wenig »Hobby-Psychologe« sein muss und oft im Alltag eine Vermittlerrolle übernimmt. »Aber es fordert einen und man wächst mit den Aufgaben«. Die Voraussetzung für die Arbeit? »Man sollte offen sein, Nein sagen können und sich auf die einzelnen Menschen einstellen«. Dabei geht es vor allem darum, jeden so anzunehmen wie er ist. Die beiden besuchen auch Seminare, bei denen sie sich mit anderen FSJlern austauschen können.

Die Freiwilligen aus Nieder-Ohmen haben sich auch ein Projekt auf die Fahnen geschrieben. In der Einrichtung befindet sich ein Kiosk, der geschlossen wurde, weil der Betreiber ausgeschieden war. Maurice Philipp und Kim Liehr haben beschlossen, den Kiosk wieder zu öffnen. Sie haben das Sortiment abgespeckt und versuchen ihre Schützlinge so einzuarbeiten, dass sie die Einrichtung am Ende alleine führen können.

Junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren können das freiwillige soziale Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Die Freiwilligen erhalten rund 500 Euro monatlich, schön ist es, wenn die Freiwilligen schon einmal vorab hospitiert hatten, sie werden beraten und begleitet und haben für die Weiterbildung 25 Seminartage im Jahr. Des Weiteren erhalten sie 30 Tage Urlaub und einen Freiwilligenausweis.

Die Einsatzmöglichkeiten bei den Schottener Sozialen Diensten als privatem Träger sind vielfältig, die Einsatzstellen sind in ganz Hessen. Wer Einblicke in soziale Berufsfelder bekommen möchte, kann das in verschiedenen Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen tun. In der Regel beginnen die Freiwilligendienste am 1. September.

Weitere Informationen gibt es unter auf www.schotten-sozial.de oder telefonisch unter der 0 60 44/6 00 92 06.

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