Vogelsbergkreis

Am Brühl oder im Amselweg?

Ein Treffpunkt für alle Jahrgänge soll in Nieder-Ohmen her, ein echter Mehrgenerationenplatz eben. Er soll zentral liegen und leicht erreichbar sein. Heute ist das Thema beim Bürgergespräch im »Cactus«.
29. März 2017, 08:00 Uhr
Rolf Schwickert
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Zum Anstoß eines Mehrgenerationenspielplatz am Amselweg registrierte der Ortsbeirat erfreut, dass das Thema in der Gemeindevertretung kürzlich positiv aufgenommen wurde. Offen ist aber noch, wo das Angebot am besten angesiedelt wird. Bisher war immer davon gesprochen worden, den Spielplatz am Amselweg in Zusammenhang mit dem angrenzenden kirchlichen Areal zu nutzen. Vor zwei Wochen hatten sich Mitglieder des Ortsbeirates den Bürgerpark in Lich angeschaut, der ist aber 14 000 Quadratmeter groß ist und hat rund 400 000 Euro gekostet.

In Nieder-Ohmen wäre es auf der kleinen Fläche von 700 Quadratmeter analog runter gerechnet deutlich günstiger. In Lich ist der Bürgerpark über einen Verein organisiert worden, der sich auch um die Unterhaltung kümmert. Es gibt EU-Fördermöglichkeiten, in Lich wurden etwa 50 Prozent gefördert. In Lich hat außerdem ein Wetzlarer Planer mitgewirkt, der aus Sicht des Ortsbeirates sinnvollerweise angesprochen werden müsste.


Plan für Förderungen zentral

Wie wird weiter vorgegangen? Weitere Planungen gehen nach Einschätzung des Ortsbeirates nur über die gemeindlichen Gremien. A und O sei ein Plan als Grundlage für Förderungen. Am Amselweg sollte – so lautete die Grundidee – in Zusammenarbeit mit der Kirche ein Begegnungsbereich angelegt werden, allerdings ist die Fläche am Amselweg eine der kleinsten in der Großgemeinde. Aus dem Ortsbeirat kam der Hinweis, früher sei der Spielplatz des Dorfes auf dem Brühl gewesen, dort sei wesentlich mehr Platz, und die Fläche liege auch zentral im Ort. Mögliches Hochwasser über die direkt vorbei fließende Ohm dort wurde als nachrangig eingeordnet, früher habe es schließlich auch Hochwasser gegeben.

Der geplante Mehrgenerationenspielplatz war ein Thema, behandelt wurden ferner die Barrierefreiheit für die Leichenhalle sowie der Weihnachtsmarktbei der Sitzung des Ortsbeirates im alten Rathaus. Wie kommen mobilitätseingeschränkte Personen in die Leichenhalle rein? Diese Frage beschäftigt die Ortsbürger schon länger. Es würden immer mehr mit Personen mit Rollator oder Rollstuhl zu Trauerfeiern kommen, ein bedarf sei da. An der Seite des Gebäudes, wo die breite Tür ist, könnte man eine Rampe angliedern, war man sich im Ortsbeirat einig.


Belebung des Weihnachtsmarkts

Als Idee zur Finanzierung wurde im Ortsbeirat an gesprochen, den Erlös vom Fest am Backhaus zu verwenden. Der Weihnachtsmarkt sollte aus Sicht des Ortsbeirates belebt werden, das war bereits in einer Sitzung im Vorjahr angeklungen. In Homberg gab es Angebote von alten Handwerken, auch beim Allendorfer Nikelsmarkt waren solche Stände zu sehen. Auch die örtliche Niederlassung der Schottener Reha könne ihre Produkte ausstellen. Es wurden mittlerweile Handwerker angesprochen, die alte Gewerke zeigen, und es sollen auch wieder Tiere ausgestellt werden. Bereits 2016 war das Angebot größer als seither gewesen. In der aktuellen Sitzung wurde der Beginn des Weihnachtsmarktes um 15 Uhr als etwas zu spät eingeordnet, aber der einleitende Gottesdienst gebt den Zeitpunkt vor. Vielleicht kann der Gottesdienst vorgezogen werden, hofft man im Ortsbeirat. Die Vorplanung zum Weihnachtsmarkt 2017 sollte bereits im April/Mai beginnen. Grundsätzlich möchte der Ortsbeirat mehr bieten als Essen und Trinken.

Für den Weihnachtsmarkt wird viel Strom benötigt, dabei geht es nicht nur um Licht, sondern auch um Maschinen. Wahrscheinlich wird man wieder Nachbarn bemühen müssen, hieß es im Ortsbeirat. Fritteusen würden ein große Menge an Strom brauchen, vielleicht solle man auf Gasfritteuse und Gasgrills umsteigen. Der Förderverein Hallenbad Mücke habe mit solchen Geräten schon positive Erfahrungen gesammelt.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,231870

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