06. März 2017, 19:53 Uhr

Für jeden ein Luther-Plätzchen

06. März 2017, 19:53 Uhr
»Jungreporter Petter« vom Wittenberger Tageblatt (alias Simone Ries) erhält von »Ritter Burckhardt« (alias Heike Pabst) Informationen über Luther. (Foto: eva)

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva). Martin Luther, sein Umfeld und sein Wirken waren zentrales Thema beim März-Seniorentreffen der Kirchengemeinden Nieder-Gemünden, Elpenrod, Hainbach und Otterbach. Gestartet wurde wie immer mit einer Andacht, der Pfarrerin Ursula Kadelka Gedanken zum Weltgebetstag zugrunde legte. Um einen Einblick in Luthers Leben zu erhalten, wurden Szenen vorgestellt. Befragt von »Jungreporter Petter« vom »Wittenberger Tageblatt«, dargestellt von Simone Ries, war es zunächst der rund 50 Jahre alte »Ritter Burkhardt« (Heike Pabst), der einiges preisgab. Ganz besonders lebhaft wurde es während eines Quizes mit Fragen, die Pfarrerin Kadelka rund um die Reformation zusammengestellt hatte und wo es »Luther-Nudeln« und einen beruhigenden Tee zu gewinnen gab. Alle waren mit Eifer dabei.

Nach dem Kaffeetrinken war es dann das Dienstmädchen »Ursel« (Ingrid Sein), die dem Jungreporter einiges von der Familie Luther berichtete. Vor allem auch von Luthers Frau Katharina, die von Luther auch schon mal »Herr Käthe« genannt oder auch als »mein Stern von Wittenberg« bezeichnet wurde. 1525 hatten die ehemalige Nonne und der Mönch geheiratet. Die Menschen in Wittenberg hätten sich »den Mund darüber zerrissen«. Es sei lebendig zugegangen bei den Luthers, die neben den eigenen sieben Kindern, von denen zwei starben, auch noch etliche Pflegekinder aufgenommen hatten, wodurch es finanziell immer eng gewesen sei. »Ursel« wusste, dass Luther nicht gut mit Geld umgehen konnte und sie bezeichnete die Art der »Lutherin«, mit der sie die große Familie durchgebracht habe, als einen Segen für die Familie.

Mit Luther, so Kadelka, habe die Singbewegung der Reformation begonnen. Gemeinsam wurden alle 15 Strophen des aus der Feder von Martin Luther stammenden bekannten Weihnachtsliedes »Vom Himmel hoch« gesungen. Der Überlieferung zufolge hat Luther die 15 Strophen für die Weihnachtsbescherung seiner eigenen Kinder gedichtet.

Luthers Stärke sei es auch gewesen, so Kadelka, dass er sehr gut und verständlich für die Menschen formulieren konnte. Mit Blick darauf, dass Luther während seines Festsitzens auf der Wartburg die Bibel für alle Menschen verständlich ins Deutsche übersetzt hatte, wurde gemeinsam versucht, den Psalm 23, »Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln«, in die oberhessische Mundart zu übersetzen, was sich als gar nicht so einfach erwies und sich sonderbar anhörte.

Alle Gäste erhielten ein frisch gebackenes Plätzchen mit Luthers Konterfei (»Bäckerin« Ingrid Stein).

Mit dem Hinweis auf den nächsten und damit letzten Seniorennachmittag in dieser Saison, der am 12. April im Gemeindesaal in Nieder-Gemünden stattfindet, klang die Veranstaltung aus.

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