21. Februar 2017, 19:33 Uhr

800 Wildwarnreflektoren helfen

21. Februar 2017, 19:33 Uhr

Die intensive Bejagung beim Schwarzwild zeigte sich am Samstagabend im Bericht der Jagdpächter bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft im Dorfgemeinschaftshaus. Waren im Vorjahr noch 28 Stück zur Strecke gebracht worden, so betrug die Bilanz diesmal nur 15 Schwarzkittel. Die weitere Strecke bezifferte Jagdpächter Tom-Franziskus Koop mit 26 Stück Rehwild, davon seien allerdings nur 15 geschossen worden, drei Stück seien dem Unfall- und acht Stück dem Mähtod zum Opfer gefallen, obwohl vor der Mähsaison mehrere Vorsorgemaßnahmen getroffen worden seien. Zwölf Füchse, 18 Waschbären, sechs Rabenkrähen, vier Elstern und je ein Steinmarder und Dachs wurden erlegt. Jagdpächter Philipp Frank teilte noch mit, dass 800 blaue Wildwarnreflektoren gekauft und an den Straßenpfosten angebracht wurden. Die Autofahrer bat er in Gebieten, wo diese angebracht seien, besonders vorsichtig zu fahren, denn dort sei verstärkt mit Wild zu rechnen.

Zur Verwendung der Jagdpacht 2017 wurde beschlossen, dem Ortsbeirat für die Reinigung des Feuerlösch- und Badeteiches einen Zuschuss zu überlassen und auch weiterhin die Bezahlung des Wassergeldes für das Weidevieh zu übernehmen. Für das Dorfgemeinschaftshaus soll eine Edelstahlspüle mit Kosten von etwa 1600 Euro beschafft werden. Nach der Fahrt im Vorjahr mit der Besichtigung des Rohrwerkes in Berstadt, soll es in diesem Jahr nach Holland, in die Heimat des Mitjagdpächters Tom-Franziskus Koop, gehen. Sollte diese Fahrt nicht zustande kommen, werde es eine Wanderung innerhalb der Gemarkung Stumpertenrod geben.

Für die Gemeinde Feldatal dankte Beigeordneter Albrecht Stein den Beständern für professionelle Arbeit im Revier Stumpertenrod und für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. In seinem Grußwort hob er die vielfältige Arbeit der Jagdgenossenschaft für die Allgemeinheit, wie zum Beispiel die Übernahme der Kosten für das Wassergeld für das Weidevieh, den Wegebau und das Engagement beim Feuerlöschteich und Schwimmbad sowie für das Dorfgemeinschaftshaus hervor.

Bei der Diskussion um die vier geplanten Windkraftanlagen am Eckmannshain, zwei davon im Gebiet von Hessen Forst und zwei auf gemeindeeigenen Grundstücken, wurde Stein beauftragt, im Gemeindevorstand dafür Sorge zu tragen, dass die Aufforstungen als Ausgleichsmaßnahme in der eigenen Gemarkung und nicht bei Hessen Forst umgesetzt werden.

Buchenholz abzugeben

Einen Rückblick über zehn Jahre nach dem Jahrhundertorkan »Kyrill« gab anschließend Revierleiter Gerhard Dymianiw. Viele Flächen seien danach aufgeforstet worden. Bei den dadurch entstandenen Kulturflächen müsse man nun das Rehwild besonders im Auge behalten, weil es oft große Schäden anrichte. Dank sagte er den Jagdpächtern für die gute Zusammenarbeit. Abschließend wies der Revierleiter auf die Selbstwerbung von Buchenholz hin, weil man bei dem guten Wetter mit dem Bucheneinschlag beschäftigt sei und das Restholz davon aufgearbeitet werden könne.

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