06. Februar 2017, 21:02 Uhr

Fast alle werden übernommen

06. Februar 2017, 21:02 Uhr

Alsfeld (pm). Ausgelassene Stimmung herrschte am Freitagnachmittag in den Werkstatträumen der Max-Eyth Schule in Alsfeld. Am Ende einer normalen Unterrichtswoche würden sich die Auszubildenden an der Berufsschule eigentlich müde und abgekämpft auf ihren Heimweg ins Wochenende machen, diesmal aber war alles anders: Die Spannung stieg gewaltig, bis ihr »Noch-Klassenlehrer«, Oberstudienrat Hermann Schäfer, endlich die entscheidende Datei öffnete und das Abschneiden jedes Einzelnen erläuterte. Von 27 angetretenen Prüflingen haben 25 die Prüfung bestanden und waren ab diesem Moment keine Auszubildenden mehr, sondern frischgebackene Gesellen des Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerks.

Sie haben damit auch ihren Schulbesuch an der Alsfelder Berufsschule beendet. Die Max-Eyth Schule ist einer von fünf Schulstandorten in Hessen, an denen im Rahmen des dualen Ausbildungssytems die angehenden Land und Baumaschinenmechatroniker ab dem zweiten Lehrjahr in sogenannten Bezirksfachklassen beschult werden. Die Auszubildenden kommen demnach aus ganz Mittel und Osthessen zum Unterricht nach Alsfeld, der pro Schuljahr jeweils in mehrere Blockwochen gegliedert ist.

Die Ausbildung dauert insgesamt dreieinhalb Jahre und beinhaltet das gesamte Spektrum moderner Land- und Baumaschinentechnik, mit Schwerpunkt auf die Lernbereiche Mechanik, Hydraulik, Elektrik/Elektronik und Gerätetechnik sowie die allgemeinbildenden Fächer Deutsch und Politik/Wirtschaftskunde.

Diverse Änderungen in der Prüfungsordnung haben außerdem dafür gesorgt, dass die neue Berufsbezeichnung nun Land- und Baumaschinenmechatroniker lautet, eine längst überfällige Anpassung an die hoch- komplexen Maschinensysteme. Ein Schwerpunkt der Prüfung bildete die fachgerechte Installation einer elektrohydraulischen Anlage einschließlich ihrer Einstellung und Funktionsprüfung. In einem sich anschließenden Fachgespräch mussten die Prüflinge außerdem zu Fragen über Hydraulik und Elektrik Rede und Antwort stehen.

Erfreulicherweise werden auch in diesem Jahr fast alle Prüflinge von ihren Ausbildungsbetrieben in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, aber auch die restlichen Junggesellen haben mit ihrem Berufsabschluss traditionell sehr gute Chancen, einen Arbeitsplatz im artverwandten Handwerk oder der Industrie zu finden.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Auszubildende
  • Berufsabschlüsse
  • Berufsschulen
  • Beschäftigungsverhältnisse
  • Dateien
  • Hermann Schäfer
  • Hydraulik
  • Max von Eyth
  • Mechanik
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos