26. Januar 2017, 19:05 Uhr

Suche nach dem besten Platz

In der Versammlung des SV Nieder-Ofleiden kam die Frage jetzt wieder auf: Wie ist eigentlich der Stand in Sachen Kunstrasenplatz in Homberg? Die Frage kam aus der Mitte der Versammlung und Thomas Hablowetz gab sie direkt an den neuen Kreisfußballwart Frank Heller weiter. Heller stellte dazu fest: »Das ist keine Maßnahme des Kreisfußballausschusses. Die Initiative zum Bau eines Kunstrasenplatzes hat der Jugendförderverein Homberg ergriffen. Es soll eine Maßnahme aller Fußballvereine der Großgemeinde Homberg werden«. Alle Vereine hätten grundsätzlich ihre Bereitschaft bekundet.
26. Januar 2017, 19:05 Uhr
Auch der Sportplatz des SV Nieder-Ofleiden ist in der Auswahl. (Fotos: ks/Archiv)

In der Versammlung des SV Nieder-Ofleiden kam die Frage jetzt wieder auf: Wie ist eigentlich der Stand in Sachen Kunstrasenplatz in Homberg? Die Frage kam aus der Mitte der Versammlung und Thomas Hablowetz gab sie direkt an den neuen Kreisfußballwart Frank Heller weiter. Heller stellte dazu fest: »Das ist keine Maßnahme des Kreisfußballausschusses. Die Initiative zum Bau eines Kunstrasenplatzes hat der Jugendförderverein Homberg ergriffen. Es soll eine Maßnahme aller Fußballvereine der Großgemeinde Homberg werden«. Alle Vereine hätten grundsätzlich ihre Bereitschaft bekundet.

Der Jugendförderverein hat einige mögliche Standorte für den Bau eines Kunstrasenplatzes ausgewählt. Auch haben bereits erste Gespräche mit den jeweiligen Eigentümern stattgefunden. Danach wurden entsprechende Angebote eingeholt, leider würden aber noch nicht alle Angebote vorliegen. Frank Heller nannte als mögliche Standorte den Bereich an der kleinen Turnhalle am Schulzentrum, den Sportplatz des SV Nieder-Ofleiden und den alten Hartplatz (ehemalige Speedway-Bahn) in Homberg.

Die ersten Angebote machten deutlich, dass die Kosten jeweils mit dem Bau einer Fluchtlichtanlage, aber ohne zusätzliches Umkleidemöglichkeiten, recht unterschiedlich angesetzt werden. Im Bereich von kleiner Turnhalle in Homberg und Sportplatz Nieder-Ofleiden würden die Kosten zwischen 750 000 und 720 000 Euro liegen, für den Bereich Hartplatz in Homberg dagegen bei »nur« 420 000 Euro.

Sobald die letzten Angebote eingegangen sind, soll kurzfristig eine weitere Zusammenkunft mit den Fußballvereinen in Homberg stattfinden. Dann geht es darum, ob der Kunstrasenplatz gewünscht ist. Diese Grundsatzentscheidung muss zunächst getroffen werden, sagte Frank Heller.

Die politischen Weichen würden auf Grün stehen, sagte Heller, der auch Stadtverordneter ist. Danach sei der gemeinsame politische Wille da, den Platz zu unterstützen, wenn er gewünscht ist. Allerdings sei auch klar, dass bei der Finanzierung aus allen möglichen Töpfen »gelöffelt« werden muss. Die Stadt Homberg selbst hat bereits im Haushalt 2016 eine Anfangsfinanzierung von 15 000 Euro eingestellt und für 2017 weitere 15 000 Euro etatisiert sowie für das Jahr 2018 im Finanzplan 100 000 Euro vorgesehen.

Wie sich die Gesamtfinanzierung gestalten kann, vermochte Frank Heller nicht zu konkretisieren, er wies aber auf den Bau des Multifunktionsplatzes in Brauerschwend hin. Auch hier seien Vereine, Schulträger und Gemeinde in der Lage gewesen, die – wenn auch geringere Investitionssumme – zu stemmen. Nach diesen Ausführungen begann die Diskussion um das Für und Wider der Standorte und die damit verbundenen Kosten. Dass es einen Kunstrasenplatz in der Großgemeinde Homberg geben soll, stand für die Redner außer Frage. Und dass im Zusammenhang mit dem Bau des Kunstrasenplatzes auch die Möglichkeiten des Umkleidens und Duschens vorhanden sein soll.

Auch im Haupt- und Finanzausschuss war der Kunstrasenplatz in dieser Woche Thema. Die 100 000 Euro Eigenanteil der Stadt werden offenkundig nicht reichen, sagte Eckhard Hisserich für die CDU-Fraktion. Das räumte auch Dr. Claus Gunkel für die SPD ein, äußerte aber auch, »dass wir nicht ins Uferlose gehen können.« Zumindest sei es wichtig, endlich einmal Licht ins Dunkel der Zahlen zu bringen, wass denn nun ein solcher Platz kostet, sagte Rolf Süßmann für die Freien Wähler. Dazu könnten die imHaushalt eingestellten 15 000 Euro verwendet werden.

Ausschussvorsitzender Kai Widauer verwies auf die Überlegungen der Vereine, »die tauschen sich dazu schon rege aus«. Manche vertreten die Ansicht, dass es am vernünftigsten wäre, den Platz an den Schulkomplex anzugliedern. Denn dort seien dann auch schon sanitäre Anlagen durch die Großsporthalle vorhanden. Und die Aussichten auf Zuschüsse sind dort womöglich auch besser.

Widauer mahnte aber auch, nicht mehr so lange mit der Umsetzung zu warten, »sonst sind die Fördergelder weg.« Wenn die Vereine sich einig sind, soll der Ausschuss Vertreter einladen, damit sie ein Konzept vorstellen, schlug er vor.

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