12. Januar 2017, 18:39 Uhr

Mehr Rettungswachen: Hilfsfrist im Kreis deutlich besser

Vogelsbergkreis (pm). »Die Bürger auf dem Land haben das gleiche Recht auf Sicherheit in der Notfallversorgung wie Menschen im Ballungsraum.« Dieses Ziel hat Landrat Manfred Görig nach eigenen Worten bewogen, etliche Maßnahmen zu ergreifen, damit Rettungswagen so schnell wie möglich am Ort des Geschehens sind.
12. Januar 2017, 18:39 Uhr
Am 1. Juni wurde in Herbstein eine neue Rettungswache eingerichtet. Auch in Kirtorf führt die neue Wache zu einer dichteren Versorgung mit Rettungswagen. (Foto: pm)

Zum Jahresbeginn zeigt der Blick in die Statistik der Zentralen Leitstelle: Die Zahlen sind um 18 Prozent besser als vor vier Jahren, berichtet Görig. »Die Versorgungsqualität konnte deutlich gesteigert werden. Denn es wurden Abläufe verbessert und Strukturen optimiert.« Zusätzliche Rettungswachen wurden im Sommer 2016 in Herbstein und Kirtorf eingerichtet. Darüber hinaus wurde in Lauterbach und in Alsfeld jeweils ein Rettungswagen zusätzlich stationiert. Landrat Görig zeigt sich »sehr glücklich über diese deutliche Verbesserung« der Vorhalteerhöhung und der Bereitschaftsstunden zum Wohle der Menschen, deren Sicherheit dadurch gesteigert werde.

Die getroffenen Maßnahmen zeigen ihre Wirkung auf folgende Weise: Erreichten die von der Leitstelle koordinierten Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge im Jahr 2013 nur zu 67 Prozent eine Hilfsfrist von 10 Minuten, so hat sich dieser Wert bereits 2015 um 10 Prozent auf 77 Prozent und bis Ende 2016 nochmals um weitere 8 Prozent auf jetzt 85 Prozent verbessert, insgesamt also eine Verbesserung um 18 Prozent.

Es habe sich als richtig erwiesen, Defizite klar zu erkennen und viele Weichen gleichzeitig neu zu stellen: bessere Ablauforganisation, neue Hard- und Software, mehr Personal in der Leitstelle, bessere Überwachung und mehr Rettungswachen mit mehr Fahrzeugen. »Ich bin sehr froh darüber, dass die Krankenkassen zuverlässig an der Seite des Landkreises standen und zum Wohle der Bevölkerung des ländlichen Raums engagiert mitwirkten.« So kommentiert der Landrat den Ausgang der Verhandlungen zwischen Landkreis und Krankenkassen, die die Kosten der Ausweitung tragen. Für die 19 Städte und Gemeinden stehen 19 Fahrzeuge an 13 Standorten zur Verfügung (16 Rettungswagen und drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge). Von der Leitstelle aus werden sie koordiniert. Die größten Rettungswachen gibt es in Lauterbach und Alsfeld, wo zwei bzw. drei Rettungswagen stationiert sind. Weitere elf Rettungswachen mit jeweils einem Rettungswagen gibt es in Grebenhain, Freiensteinau, Schlitz, Grebenau, Mücke-Nieder-Ohmen, Feldatal-Köddingen, Homberg, Schotten, Kirtorf, Herbstein und Ulrichstein (in Ulrichstein steht der dritte Notarztwagen im Landkreis).

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