11. Januar 2017, 19:06 Uhr

Neues Geld für alte Balken

Alsfeld (pm). Das Jahr fängt gut an in Alsfeld. Ulrich Althaus, Ortskurator Marburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überreichte am Mittwoch einen sogenannten Fördervertrag für das Neurath-Haus an Bürgermeister Stephan Paule. Damit stehen für die Fassadeninstandsetzung weitere 75 000 Euro zur Verfügung. Sie stammen aus den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale. Den nach seinem Erbauer benannten Fachwerkbau in der historischen Altstadt ließ 1688 der fürstliche Vogt Constantin Neurath als stattliches Gebäude mit vier Geschossen und einem hohen Satteldach errichten. Das Erd- und ein Zwischengeschoss stehen in Ständerbauweise auf einem Sandsteinsockel. Das Fachwerk zieren reiche Schmuckformen, Stabmotive und geflügelte Engelsköpfe, die Brüstungsfelder der Obergeschossfenster rautenförmige Gefachvertäfelungen und Zierstreben. Neben dem Erker am Ostgiebel sind Fassadenmalereien mit Szenen der Schöpfungsgeschichte erhalten. Auch das Hoftor in der Mitte des Gebäudes sowie die daneben eingebaute Eingangstür sind mit reichen Schnitzereien verziert. Die prächtige Fassade ist ein herausragendes Beispiel der hessischen Spätrenaissance.
11. Januar 2017, 19:06 Uhr
Alsfeld (pm). Das Jahr fängt gut an in Alsfeld. Ulrich Althaus, Ortskurator Marburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überreichte am Mittwoch einen sogenannten Fördervertrag für das Neurath-Haus an Bürgermeister Stephan Paule. Damit stehen für die Fassadeninstandsetzung weitere 75 000 Euro zur Verfügung. Sie stammen aus den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale. Den nach seinem Erbauer benannten Fachwerkbau in der historischen Altstadt ließ 1688 der fürstliche Vogt Constantin Neurath als stattliches Gebäude mit vier Geschossen und einem hohen Satteldach errichten. Das Erd- und ein Zwischengeschoss stehen in Ständerbauweise auf einem Sandsteinsockel. Das Fachwerk zieren reiche Schmuckformen, Stabmotive und geflügelte Engelsköpfe, die Brüstungsfelder der Obergeschossfenster rautenförmige Gefachvertäfelungen und Zierstreben. Neben dem Erker am Ostgiebel sind Fassadenmalereien mit Szenen der Schöpfungsgeschichte erhalten. Auch das Hoftor in der Mitte des Gebäudes sowie die daneben eingebaute Eingangstür sind mit reichen Schnitzereien verziert. Die prächtige Fassade ist ein herausragendes Beispiel der hessischen Spätrenaissance.
Unsachgemäße Sanierungsmaßnahmen aus der Vergangenheit und mangelnde Bauunterhaltung verursachten massive Schäden am Holz. So finden sich umfangreiche Silikon- oder Epoxidharzabdichtungen in den Fassadenfugen. Durch Bohlen und Bretter vor dem Fachwerk konnten Schädlinge das Holz angreifen. Eine Estrichlage verdeckte jahrelang massive Schäden, die durch Feuchtigkeit entstanden. Derzeit wird der Bau einer Komplettsanierung unterzogen. Die Holzbalken an der Fassade wurden bisher nur gestrahlt und von alter Farbgebung befreit, erste Schutzmaßnahmen vorgenommen. Die Farbgebung der Fassade wird in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege restauratorisch untersucht.

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