22. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Fürsprecher für die Natur werden

Alsfeld (pm). Der Verein Schöner Ausblick hat beim Hessischen Umweltministerium die Anerkennung als Umweltverband nach Paragraf 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) beantragt. Damit setzt sich der Verein, anknüpfend an seine bisherige Arbeit, auch weiterhin dafür ein, unberührte und unbelastete Umwelt zu bewahren und das Bewusstsein dafür zu fördern.
22. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Anlass der Gründung des Vereins vor sechs Jahren sei gewesen, zu einer umweltverträglichen Standortfindung für die Errichtung von Windkraftanlagen beizutragen. »Das ursprünglich beplante Gebiet war unserer Meinung nach ungeeignet. Es war zu nahe an den Wohngebieten gelegen, hätte ein für mehrere Dörfer prägendes Landschaftsbild zerstört und reichte in ein intaktes, wertvolles Mischwaldgebiet mit wertvollem Tier- und Pflanzenbestand hinein, was in unseren Augen nicht sein durfte«, erklärt Gerd Ochs, Vorstandsmitglied aus Hattendorf. Daher habe der Verein versucht, die Stadt bei der Erstellung eines eigenen Flächennutzungsplanes zu unterstützen, der an allgemein in der Bevölkerung anerkannten Prinzipien ausgerichtet war: ein möglichst großer Abstand zur Wohnbebauung, kein Wald, möglichst Nähe zur Autobahn. »Dieser von den städtischen Gremien, der Verwaltung sowie der Bevölkerung akzeptierte und beschlossene Plan kam leider zu Fall, weil das Regierungspräsidium ihn nicht genehmigte und er schließlich mit der Zustimmung der Stadt zur Mediation Anfang 2015 auf der Strecke blieb«, so die Vorsitzende des Vereins Dr. Sachiko Scheuing. Das Ergebnis der Mediation sei bei Tag und Nacht nun weithin sichtbar, auch der Eingriff in die Natur sei immens: »Die Anlagen liegen entgegen den ursprünglichen städtischen Prinzipien komplett im Wald. Dies sei einer der Gründe, warum der Verein Schöner Ausblick seine Aktivität noch nicht beenden werde. »Die Natur im Vogelsberg hat, anders als in vielen deutschen oder hessischen Landstrichen, zu wenige Fürsprecher. Diese Lücke möchten wir für den Bereich Alsfeld füllen. Als Verband haben wir in Zukunft andere Möglichkeiten, auf geplante Projekte Einfluss zu nehmen«, erklärt Dr. Scheuing.

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