18. September 2013, 11:48 Uhr

Ein Abschied – ein Willkommen

Alsfeld (ks). In einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung ist gestern Abend Ralf Alexander Becker (SPD) nach sechs Jahren als Bürgermeister verabschiedet worden. Sein Nachfolger Stephan Paule (CDU, 37) wurde feierlich vereidigt.
18. September 2013, 11:48 Uhr
Alsfelds neuer Bürgermeister Stephan Paule (links) erhält seine Urkunde von seinem Vorgänger Ralf A. Becker. (Fotos: ks)

In der festlichen Sitzung mit über 150 Gästen bekannten zahlreiche Redner Hochachtung vor der Entscheidung Beckers, seine Karriere hinter das Wohlergehen seiner Familie zurück zu stellen. »Damit sind Sie ein Vorbild,« so Karl-Christian Schelzke, geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. In seiner Amtszeit habe Beckers einiges in der Stadt bewegt, hieß es im Verlauf der Ansprachen. Nachfolger Paule wünschten die Redner trotz der schwierigen Zeiten ein glückliches Händchen.

Nach einem Stück des eifrigen Nachwuchses der Musikschule würdigte Stadtverordnetenvorsteher Heinz Heilbronn die Verdiente des scheidenden Bürgermeisters Becker: »Es waren bewegte Jahre, aber auch Jahre der Weiterentwicklung,« so sein Fazit. Landrat Manfred Görig erinnerte daran, dass Ralf Becker ein schweres Erbe übernommen habe. Gleichwohl habe er Alsfeld erfolgreich weiter entwickelt. Gerade der Staatsgerichtsurteil zu den Kommunalfinanzen werde als Meilenstein »immer mit dem Namen Becker verbunden sein. « Stephan Paule riet Görig, seinem »Bauchgefühl zu vertrauen und nicht auf die Experten zu hören.« Zudem brauche er den Mut, Konflikte auszuhalten.

»Von fröhlichem Gemüt«

Hans-Christian Schelzke vom Städte- und Gemeindebund erinnerte an die Beratung zum Haushaltssicherungskonzept und die »epochale Klage.« Stephan Paule wünschte er Glück, leider seien die Zeiten nicht einfach: »Wir haben Angst, dass immer weniger Menschen in der Kommunalpolitik mitarbeiten wollen.« Als Hilfsmittel für die Wiederwahl übergab Schelzke ein Notizbuch, in das der Rathauschef Anliegen der Bürger aufschreiben soll. Grebenaus Bürgermeister Jürgen Ackermann bot für die Kreisvereinigung hessischer Bürgermeister eine amüsante Gegenüberstellung Beckers und Paules – »beide von athletischer Gestalt und fröhlichem Gemüt.« Stadtbrandinspektor Michael Eilts übergab Becker als Dank für dessen Engagement die goldene Floriansmedaille der Feuerwehr. Der scheidende Bürgermeister fügte an die Dankesreden noch einige persönliche Aspekte an. Als er das Amt angetreten habe, »tat ich dies mit der festen Absicht, es zumindest für zwei Perioden zu bekleiden«. Zwölf Jahre seien ihm als das Mindestmaß erschienen, um wesentliche Veränderungen in Alsfeld zu bewirken. Nun werde es spannend zu beobachten, ob sich die positive wirtschaftliche Entwicklung Alsfelds fortsetzt. Er sei doch recht zufrieden, »dass in der Ära Becker eine Reihe von Impulsen gesetzt werden konnten«. Auch hat sich aus Beckers Sicht das politische Klima »deutlich entspannt«. Natürlich gebe es im Nachhinein auch so einiges, was er anders gemacht hätte. So hätte er mit den inzwischen gemachten Erfahrungen die Gremien bei den Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen trotz aller Probleme »zu mehr Gelassenheit aufgefordert«. Becker dankte auch Ehefrau Maike, »dass sie unser Unternehmen Familie mit zwei kleinen Kindern viel häufiger alleine geführt hat, als ihr dies lieb und zumutbar gewesen ist«.

Der neue Bürgermeister Stephan Paule sagte in seiner Antrittsrede, inAlsfeld herrsche an Herausforderungen kein Mangel. Mit allen, die Verantwortung tragen, wolle er dafür streiten, »dass konstruktive Antworten gefunden werden«. Handlungsleitend müsse das Feld der Wirtschaftsförderung sein. »Wir müssen stärker als bisher um die Ansiedlung fremder Unternehmen werben, ein positives Klima für Existenzgründungen schaffen und dafür sorgen, dass es attraktive Arbeitsplätze für junge und gut ausgebildete Menschen gibt«. Alsfeld solle attraktiv sein für die Menschen, die hier leben oder zuziehen. Er bat um die Mithilfe aller und den gemeinsamen Einsatz für die Stadt: »Zu dieser Zusammenarbeit lade ich Sie ein.«

Kürzungen und Konsens In Alsfeld Mehrheit für Bürgermeister Stephan Paule

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