22. Juni 2013, 10:48 Uhr

Rotes Kreuz kauft das Katastrophenschutzzentrum

Alsfeld (rs). Sechs Jahre lang hat es gedauert, bis das DRK sein Ziel, das Katastrophenschutzzentrum in der Au zu erwerben, erreichen konnte. Nun hat es das DRK für 160000 Euro gekauft.
22. Juni 2013, 10:48 Uhr
Das Rote Kreuz kauft das Katastrophenschutzzentrum Alsfeld und baut es um. (Foto: rs)

Das äußerte am Mittwoch Robert Belouschek, 2. Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Alsfeld, mit sichtlicher Zufriedenheit, und auch DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Hasemann sah den Erwerb positiv, auch wenn die starken Niederschläge der vergangenen Tage Baumängel zutage gefördert haben. Bereits Ende Mai war der Kaufvertrag geschlossen worden, der DRK-Kreisverband Alsfeld wandte 160 000 Euro für den Kauf auf, jetzt stehen noch Investitionen zur Sanierungen an, die auf mindestens 600 000 Euro geschätzt werden. Die in dem Gebäude untergebrachte Atemschutzstrecke für die Freiwilligen Feuerwehren ist nicht Bestandteil des Kaufvertrages.

Bürgermeister Ralf A. Becker zeigte sich dankbar, dass das DRK so lange als Interessent Geduld gehabt habe. Denn die Stadt hätte nicht gewusst, was sie mit dem 1977/78 für rund 2,8 Millionen DM erstellten Gebäudekomplex anfangen solle. Dort waren ursprünglich das DRK, die Freiwillige Feuerwehr und das THW eingezogen, durch die Nutzung der verschiedenen Organisationen hatte es auch eine Mischfinanzierung gegeben, die es jetzt im Nachhinein schwierig machte, die Veräußerung zügig abzuwickeln. Während die Freiwillige Feuerwehr neben dem Erlenstadion eine neue Unterkunft bekommen soll, ist noch offen, wo das THW eine neue Bleibe findet. Bis das geklärt ist, wird das THW beim DRK noch in gemieteten Räumen unter kommen. Ursprünglich hatte das THW den Gebäudekomplex ankaufen sollen, aber das DRK hatte sich dagegen ausgesprochen. Schließlich folgte beim THW ein Wechsel in der Zuständigkeit, und das DRK konnte in dem Objekt als Eigentümer bleiben. Zwischenzeitlich hatte es sogar Angebote anderer Kommunen an das DRK gegeben, dort eine Unterkunft zu beziehen. Bürgermeister Becker übte im Zusammenhang mit der langwierigen Veräußerung auch Kritik an der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Nach Angaben von Geschäftsführer Hasemann sollen die zusammen rund 140 Mitarbeiter des DRK (je etwa 70 im Rettungsdienst und im Sozialbereich tätig) an der
Au eine neue Anlaufstation bekommen. Auf dem rund 5400 Quadratmeter großen
Grundstücke stehen für die Verwaltung rund 400 Quadratmeter zur Verfügung, die Fahrzeughallen und Garagen machen noch einmal rund 700 Quadratmeter aus.

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