15. April 2013, 15:48 Uhr

Teppich und Parkett sind Stolperfallen

Alsfeld (pm). Ihren 30. Geburtstag hat sie nun schon zwei Jahre hinter sich – auf ein Facelifting muss sie aber noch lange warten: »die Krebsbach«, der Oberstufenstandort der Albert-Schweitzer-Schule.
15. April 2013, 15:48 Uhr
Keine Augenweide – so urteilten Vertreter von Eltern- und Schülerschaft sowie Schulleiterin Elisabeth Hillebrand über den Eingangsbereich des Oberstufenstandortes der ASS in der Krebsbach. (Foto: pm)

»Wir wissen, dass es im Kreisgebiet Schulen gibt, die noch weitaus sanierungsbedürftiger sind als unser Schulgebäude in der Krebsbach«, erläuterte Schulleiterin Elisabeth Hillebrand während eines Ortstermins, den Elisabeth Döring, neu gewählte Schulelternbeiratsvorsitzende, kürzlich gemeinsam mit Vertreten der Schülervertretung (SV) anberaumt hatte. Ihr ging es auch gar nicht um eine Komplettsanierung des Gebäudes, sondern um ein spezielles Thema, das seit vielen Jahren Schulleitung sowie Eltern- und Schülervertreter umtreibt.

Zu Beginn ihrer Amtszeit wollte sich Elisabeth Döring ein Bild von den maroden alten Bodenbelägen in dem Standort Krebsbach machen. Ihr Fazit: »Ich denke nicht, dass wir uns angesichts dieser Probleme noch weiter vertrösten lassen können.«

Die Elternbeiratsvorsitzende spielte damit auf die zahlreichen Aktionen und Gesprächstermine an, die in der Vergangenheit bereits wegen des Teppichs stattgefunden haben. Bis 2011 hatte der damalige Schuldezernent Hanns-Michael Diening Abhilfe zugesagt – nicht zuletzt aufgrund einer spektakulären »Teppichfete«, die die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule im Jahr 2009 durchgeführt haben. Damals hatten die Schüler auf den katastrophalen optischen wie hygienischen Zustand des Teppichs aufmerksam gemacht, über den seit drei Jahrzehnten Generationen von Schülern gehen. Mit Schuhen voller Straßendreck, mit tropfenden Kaffeebechern oder Colaflaschen, mit auslaufenden Farbkästen und jeder in 30 Jahren erdenklichen Möglichkeit, den textilen Boden zu verunreinigen. Bereits im Jahr 2007 habe das Institut Fresenius eine leicht erhöhte Dosis DEHP festgestellt, monierten die Schüler im Jahr 2009. Auch wenn die Teppiche, wie Elisabeth Hillebrand ausführte, regelmäßig gereinigt werden und den hygienischen Anforderungen des Gesundheitsamtes entsprechen, waren sich Schüler- und Elternvertreter einig: niemand wollte zuhause einen solch alten Teppich haben, er ist abstoßend, an vielen Stellen fleckig und häufig auch kaputt. Letzteres gilt auch für das Parkett im Eingangsbereich und in der Aula der Schule. Einzelne Parkettstäbe sind locker, ragen aus dem Boden hervor und stellen gefährliche Stolperfallen dar. Ganze Flächen sind daher mit Holzplatten ausgebessert worden. Ein guter erster optischer Eindruck einer Schule sieht anders aus – da waren sich sowohl Schulleitung als auch Eltern- und Schülervertreter einig. Aktuell stehe der Kreis noch vor vielen großen Investitionen an anderen Schulen, räumte Elisabeth Hillebrand ein. Dies sei in dem Anfang des Jahres stattgefundenen Schulgespräch mit dem Schuldezernenten Peter Zielinski noch einmal deutlich geworden. Das Thema »Neue Bodenbeläge für die Albert-Schweitzer-Schule« stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung. Das jedoch wollen Schüler- und Elternvertreter nicht hinnehmen. »Für 2011 war Abhilfe versprochen. Nun haben wir 2013. Es wird Zeit, dass wir etwas unternehmen. Vielleicht interessiert sich ja auch der neue Landrat für dieses Problem«, war unisono von den beiden Mitbestimmungsgremien zu hören. Beide werden sich in den nächsten Wochen mit ihren Mitgliedern zusammensetzen und über weitere Schritte sprechen.

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