22. September 2010, 18:04 Uhr

Tipps für Einstellungstest - Gespräch mit Experten

Alsfeld (pm). Ausbildung, Studium oder beides an einer dualen Hochschule, Auslandsjahr oder was? Für viele Schüler stellt der Austritt aus der sicheren Umgebung der Schule nach dem Abitur eine bedeutende und gleichzeitig verwirrende Phase ihres Lebens dar.
22. September 2010, 18:04 Uhr

Alsfeld (pm). Ausbildung, Studium oder beides an einer dualen Hochschule, Auslandsjahr oder was? Für viele Schüler stellt der Austritt aus der sicheren Umgebung der Schule nach dem Abitur eine bedeutende und gleichzeitig verwirrende Phase ihres Lebens dar. Während einer fünftägigen Veranstaltungsreihe zur »Beruflichen Orientierung« (BO) während der Wanderwoche gab die Albert-Schweitzer-Schule den Schülern der Jahrgangsstufe 12 die Möglichkeit, einen Rundumblick in eine mögliche Zukunft zu werfen. Zur Vorbereitung auf die BO-Woche waren die Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert mit Berufsorientierungstests erste Tendenzen zu ihren Neigungen herauszufinden.

Und so starteten die etwa 180 jungen Menschen am Montag in Tag Eins, der ihnen Kompetenzen im Bereich des Recherchierens und der Informationssuche vermittelte. Unter Anleitung von Dr. Christine Meinhardt-Remy und mit Unterstützung der Tutoren der Jahrgangsstufe 12 wurden in Aula und Computerräumen Workshops durchgeführt.

Dienstag und Mittwoch standen ganz im Zeichen der Berufs- und Ausbildungswahl. Etwa 20 Experten aus den verschiedensten Bereichen gaben den Schülern erste Eindrücke aus ihren Fachfeldern. In Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit stellten die hessische Polizei, die Deutsche Flugsicherung, Universitäten und Fachhochschulen, die Bundeswehr sowie zahlreiche weitere Referenten die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten und vor allem den Alltag der Berufstätigen vor. Zu diesem Event hatte Schulleiterin Elisabeth Hillebrand auch andere Oberstufenschulen aus dem Vogelsbergkreis eingeladen und so kamen Schüler von der Vogelsbergschule, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Lauterbach und von der Max-Eyth-Schule in Alsfeld. Im Anschluss an diese Veranstaltung zog es viele der Jungen und Mädchen in die Alsfelder Stadthalle zur Ausbildungsmesse »Was geht ab?«.

Am Donnerstag und Freitag wurden die Gruppen geteilt und so konnten etwa die Schülerinnen und Schülern an beiden Tagen in Workshops zu den Themen »Bewerbung, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch und Assessment-Center« Informationen einholen. Das Ganze gab es praxisnah von Experten aufbereitet, wobei die Gruppen immer wieder zur eigenen Mitarbeit aufgefordert waren. Der Bereich Bewerbung wurde von Hillebrand mit Unterstützung von Weyhrauch behandelt. Die Schüler bekamen Auskunft von der Auswahl der richtigen Mappe über Aufbau und Inhalt einer Bewerbung bis zu formellen und inhaltlichen Kriterien von Anschreiben und Lebenslauf. Im Anschluss konnten die Gruppen ihr neu gewonnenes Wissen beim Schreiben einer Bewerbung für das im Frühjahr anstehende Praktikum anwenden.

Im Anschluss daran boten Praktiker Informationen und Übungen an. Herr Beritz von der Barmer Ersatzkasse, sowie die Herren Rockel und Kraus von der Mesterheide Unternehmensgruppe GmbH präsentierten wichtige Hinweise zu den Bereichen Einstellungstest und Vorstellungsgespräch. Gefordert waren die Jungen und Mädchen dann bei einem Einstellungstest, der von politischen, wirtschaftlichen und geschichtlichen Fragen bis hin zu Test zur Logik und des mathematischen Verständnis reichten. Außerdem wurden die Gruppen noch über die Möglichkeiten der Ausbildung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und die Vorteile der Verquickung von praktischer Ausbildung von Studium informiert.

Den zweiten Bereich, das Assessment-Center, leitete Frau Stange-Weidemann. Die Diplom-Psychologin schulte die Schülerinnen und Schüler in den Anforderungen eines AC. Zwischen Gruppenarbeiten und Rollenspielen konnten die Gruppen ihre Teamfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe demonstrieren.

Nach dieser umfangreichen Woche dürfte die Jahrgangsstufe 12 auf die kommenden Bewerbungen für Praktika, Ausbildungs- oder Studienplätze gut vorbereitet sein. Ein wenig Klarheit über den Weg der kommenden Jahre dürften die Schüler in jedem Fall gewonnen haben. Dank gilt dafür den Organisatoren und allen Referenten, die diese Woche zu einem solch lehrreichen Ereignis gemacht haben.



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