23. August 2009, 21:38 Uhr

Hessenhalle verwandelt sich in die »Köln Arena«

Alsfeld (sf). Es war ein Megaereignis, als die Höhner am Samstagabend die Bühne in der Hessenhalle betraten - das Publikum war sofort ihrem Bann erlegen.
23. August 2009, 21:38 Uhr
Neben ihren bekannten Stimmungshits stellten die Höhner in Alsfeld auch neue Lieder sowie Stücke mit zum Nachdenken anstoßenden Texten vor.

Alsfeld (sf). Es war ein Megaereignis, als die Höhner am Samstagabend die Bühne in der Hessenhalle betraten - das Publikum war sofort ihrem Bann erlegen. Mit ihrem neuen Programm »360° in concert« sorgten Sänger Henning Krautmacher und seine musikalischen Mitstreiter für eine Mega-Party in der Hessenhalle. Die Höhner, das ist eine musikalische Mischung zwischen kölscher Lebensfreude, klassischem Pop sowie bo- denständigem Rock und Folk. Das Ganze voller Lust und Gefühl, Sen- timentalität und stimmgewaltigem Temperament. Zum Feiern, Tanzen, Träumen fühlten sich die Fans in der Hessenhalle gleichsam in die »Köln Arena« versetzt.

Mit dem Titel »Wann nicht jetzt, wann dann« eröffneten sie das Live-Konzert, und die Fans schunkelten, klatschen und sangen die Texte mit, gaben sich der kölnschen Lebensfreude hin. Rund 1000 Fans hatten sich in der Hessenarena eingefunden, es gab Sitzgruppen für die Konzertbesucher, aber auch eine Riesenfläche zum »Mitmachen«, was natürlich rege genutzt wurde.

Im Jahre 1972 gründeten Peter Werner, Walter Pelzer, Rolf Lessenich und Janus Fröhlich die Band »Ne Höhnerhoff« (hochdeutsch: Ein Hühnerhof). In den ersten Jahren traten die Bandmitglieder in Hühnerkostümen auf, und nach den Auftritten sah es auf den Bühnen meist auch wie auf einem Hühnerhof aus, weil sich die echten Federn von den Kostümen lösten. Außerdem warf die Band Federn ins Publikum. Dabei war es üblich, dass »Ne Höhnerhoff« auf der Bühne einliefen und »Gack gack gack?« fragten, worauf das Publikum mit »Gack gack gack!« antwortete. Aus diesem Grund und weil man unter den Kostümen im Scheinwerferlicht stark transpirierte, trennte man sich von den aufwändigen Kostümen. Ihr größter Hit zu dieser Zeit war »Scheiß ejal, ob do Hohn bess oder Hahn« aus dem Jahr 1974, der auch noch heute im Karneval gesungen wird.

Im Jahr 1975 nannte sich die Band in »De Höhner« (hochdeutsch: Die Hühner) um. Im Jahre 1977 stieg Gründungsmitglied Rolf Lessenich aus der Band aus und wurde durch den neuen Frontmann Peter Horn ersetzt, auch Walter Pelzer verließ ein Jahr später die Band und wurde durch Franz-Martin Willizil abgelöst. Im Jahre 1978 begann die Beziehung zum 1. FC Köln und dessen Fans. Im Jahr 1978, als der Fußballverein Deutscher Meister wurde, veröffentlichten »De Höhner« das erste ihrer dem Verein gewidmeten Lieder: »Unser Bock es Meister«. Bis heute wird bei den Heimspielen des 1. FC Köln die FC-Hymne »Mir stonn zu dir, FC Kölle« vor .

Nicht nur im Kölner Musikleben ist die Band längst fest etabliert, in ganz Deutschland gelten sie mit bis zu 400 Auftritten im Jahr als Stimmungsgaranten. Namhafte Beweise sind Superhits der vergangenen sieben Jahre wie »Sansi Bar«, »Dicke Mädchen haben schöne Namen«, »Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin«, »Immer freundlich Lächeln«, »Alles was ich will« und natürlich auch »Viva Colonia«.

Von diesen Hits gab es am Samstagabend reichlich in der Hessenhalle zu hören, aber auch neues Liedgut gab es in Alsfeld. Der Titel »Himmelhoch Hein« ist eine Lebensgeschichte von einem Kölner Jungen. Die Band ist auch sozial engagiert, denn sie unterstützen Obdachlose in Köln. Mit dem Lied »Alles verlore« weisen sie auf die Einrichtung hin, in der Obdachlosen eine warme Mahlzeit erhalten. Dieses Lied ist auch im neuen WDR-»Tatort« zu hören, der am 25. Oktober ausgestrahlt wird.

Party machen war auch bei den neuen und nachdenklich stimmenden Liedern am Samstag in der »Hessen Arena« angesagt, und romantische Szenen und Liebesbotschaften wurden auch übermittelt - beispielsweise mit »Schenk mir heute Nacht dein ganzes Herz«. Ohne Zugabe durften die Höhner ihr Publikum nicht verlassen, denn es gab stehende Ovationen.

Das allerletzte Lied war »Wir werden uns wiedersehen«, und dann gab es die Autogrammstunde mit den Kölner Jungs.

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