21. Juni 2021, 21:29 Uhr

Absage und Dankeschön

Es hätte 2020 alles so schön sein können. Fast drei Jahre lang haben Vereinsvertreter die Vorbereitungen für Festveranstaltungen getroffen, wie sie das Dorf wohl noch nicht gesehen hat. Aber zum Ersatz- termin 2021 der 1250-Jahr-Feier von Nieder-Gemünden in Verbindung mit einigen anderen Jubiläen kommt jetzt die Absage.
21. Juni 2021, 21:29 Uhr
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Von Hannelore Diegel
Das Organisationsteam der »Vereinsgemeinschaft 1250 Jahre Nieder-Gemünden« und Vereinsvertreter, die voller Elan im Dezember 2018 an den Start geht (v. l.): Karl-Heinz Horst, Norbert Raitz, Tobias Horst, Tobias Reitz, Simon Stroh, Günter Stroh, Björn Stroh, Carmen Schäffer, Simon Scheer und Norbert Fischer. FOTO: EVA

Die Vorfreude auf unser Dorfjubiläum war riesig. Umso größer ist das Bedauern, dass wir die Feierlichkeiten zum 1250-jährigen Jubiläum unseres Heimatortes Nieder-Gemünden absagen mussten«, teilt Björn Stroh, Koordinator der »Vereinsgemeinschaft 1250 Jahre Nieder-Gemünden«, mit. Der Festausschuss habe letztendlich diese überaus schwere Entscheidung aufgrund der immer noch unsicheren Corona-Lage getroffen.

Wer hätte sich bei Planungsbeginn im Jahr 2018 so etwas vorstellen können? Sollte doch 2020 ein großes Jahr der Jubiläen und runden Geburtstagsfeiern in Nieder-Gemünden werden: 1250 Jahre Nieder-Gemünden, 150 Jahre Bahnhof und 100 Jahre TSV Burg-Nieder-Gemünden, 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr sowie noch 50 Jahre Club Alte Kameraden (CAK), wollte man gebührend feiern.

Dafür wurde 2018 die »Vereinsgemeinschaft 1250 Jahre Nieder-Gemünden« gegründet und die Nieder-Gemündener Vereine dazu mit ins Boot geholt. »Die Vorbereitungen für die vielfältig geplanten Veranstaltungen liefen schon seit 2017«, berichtet Björn Stroh, und ein sehr engagiertes Team habe bereits ein »in allen Bereichen gelungenes Programm« auf die Beine gestellt, zeigt er sich zufrieden.

Kulinarischer Grenzgang im Herbst

Nach dem Aus durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte man hoffnungsvoll beschlossen, alle vorgesehenen Veranstaltungen um ein Jahr zu verschieben. Doch leider, so informiert Stroh, sei es unter den weiterhin gegebenen Bedingungen schwierig gewesen, die Vorbereitungen so detailliert und abgestimmt wie nötig fortzuführen. Dies, sowie das finanzielle Risiko für die beteiligten Vereine, ob, angesichts der weiter bestehenden Unsicherheit, große Veranstaltungen überhaupt stattfinden dürfen, habe schließlich zur Absage der Feierlichkeiten geführt.

Um das Dorfjubiläum aber nicht ganz und gar lautlos ausklingen zu lassen, ist geplant, den vorbereiteten kulinarischen Grenzgang im Herbst 2021 durchzuführen. Weil es auch von Anfang an Ziel war, den Erlös der Feierlichkeiten einem guten Zweck zukommen zu lassen, laufen derzeit Gespräche mit einem Heeresmusikkorps, um ein für dieses Jahr schon geplantes Benefizkonzert eventuell auch noch zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.



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