04. Oktober 2021, 21:48 Uhr

40 Jahre Arbeit für die Jugend

04. Oktober 2021, 21:48 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Segen zur Verabschiedung gilt sowohl Karlfried Daniel als auch seiner Ehefrau Bärbel. FOTO: PM

Vogelsbergkreis (pm). Schon seit April vergangenen Jahres ist er im Ruhestand: Karlfried Daniel, Urgestein der Jugendarbeit im evangelischen Dekanat Vogelsberg. Auf die große, offizielle Verabschiedung musste er zwar fast anderthalb Jahre warten, doch das hat sich gelohnt: Erstmals durfte nach der coronabedingten Pause wieder ein Posaunenchor in der Evangelischen Stadtkirche in Homberg/Ohm aufspielen, das Singen war erlaubt und alle Gäste fanden Platz. Familienmitglieder, Freunde, Weggefährten und Arbeitskollegen waren gekommen, um mit Daniel ein wenig zurück und auch nach vorn zu blicken.

Daniel übernimmt Predigt selbst

Musikalisch gestalteten Kantorin Christine Geitl, Sängerin Zahra Famarinider und der evangelische Posaunenchor Maulbach unter der Leitung von Lorenz Schmidt die Feierstunde. Die Predigt übernahm dann aber der zu Verabschiedende selbst, dem das mit seiner Ausbildung an der Evangelistenschule Johanneum und seiner Befähigung als Prädikant eine Freude war.

In seiner Predigt ging Daniel den Sprüchen nach, die ihn und auch seine Familie in seinem Leben begleiten: Ob ganz moderne, wie sie jetzt überall in den Schaufenstern zu finden sind oder beständige wie sein Konfirmationsspruch: »Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben…«. Diesen nahm Daniel zum Anlass, die Kraft des Gebets und den Glauben an Wunder zu beschwören. Glaube, so Daniel, sei manchmal da, wo man ihn nicht vermute, häufig erwachse er gerade da, wo man Schlimmes erlebe. Und häufig erkenne man erst im Nachhinein, dass Dinge von Gott so gewollt seien.

Dies sagte Daniel mit Blick auf seinen Lebenslauf: Er, der nie Lehrer habe werden wollen, landete als Religionslehrer im Vogelsberg: »Das Beste, was mir je passieren konnte«, sagte er rückblickend.

Auf Daniels Lebenslauf ging auch Präses Sylvia Bräuning ein. Daniels Leben habe Kreise gezogen, wie jener Stein, der in dem Lied ins Wasser fällt: Als Dekanatsjugendreferent im damaligen Evangelischen Dekanat Homberg habe Daniel segensreiche Arbeit geleistet: Jungschararbeit, Kinderbibelwoche und nicht zuletzt die »Arche Noah« - sein Bus, mit dem er jahrelang eine Institution in Sachen christlicher Jugendarbeit war.

Preisgekrönte Projekte

Zudem habe Daniel die schulbezogene Jungendarbeit mitentwickelt und maßgeblich geprägt, lobte Bräuning eine weitere Errungenschaft, von der das Dekanat heute noch zehre. Als Beispiele nannte sie die »Aktion Strohhalm« und das »Schulhofbuffet« - beides preisgekrönte Projekte, die Daniel ins Leben rief. Später kamen Jugend- und Familienarbeit hinzu. Noch heute sehe man die Früchte von Daniels Handeln.

Nicht zuletzt, so Bräuning, weil seine ganze Familie mit ihrem für alle Menschen offenen Haus den christlichen Gedanken von Begegnung und Austausch mitgetragen habe.

Den Segen zur Entpflichtung sprach Bräuning mit Marion Güldenhaupt, seit der Ausbildung eine enge Weggefährtin Daniels. Grußworte kamen auch von Luise Berroth, stellvertretende Dekanin, sowie Norbert Kelbassa, der mit Daniel 40 Jahre Jugendarbeit im Vogelsberg teilt. »Du hast immer mehr gemacht als nötig, immer neue Ideen entwickelt, bist immer kreativ gewesen«, würdigte Kelbassa Daniels Lebenswerk.



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