21. Dezember 2018, 19:12 Uhr

Jedes vierte Produkt für Kinder ist mangelhaft

21. Dezember 2018, 19:12 Uhr
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Aus der Redaktion

Berlin (pm). Produkte für Kinder sind in Deutschland besonders unsicher. Die Stiftung Warentest hat ihre Tests von Kinderprodukten aus den Jahren 2017 und 2018 ausgewertet und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Von 278 Produkten aus 15 Untersuchungen haben 79 schwerwiegende Sicherheitsprobleme. Das sind 28 Prozent. Über alle Tests der Stiftung gerechnet, liegt der Durchschnitt der mangelhaften Produkte bei rund 7 Prozent. »Kinderprodukte schneiden also in puncto Sicherheit deutlich schlechter ab als alle anderen Konsumgüter. Sie bergen Unfallgefahren, sind schadstoffbelastet oder versagen bei der Datensicherheit«, sagte Stiftungsvorstand Hubertus Primus bei der Vorstellung der Studie in Berlin, an der auch Verbraucherschutzministerin Dr. Katarina Barley teilnahm.

In beinahe einem Fünftel der Produkte sind Schadstoffe für das schlechte Testurteil verantwortlich, etwa in Kinderwagen, Laufrädern, Babyspielzeug, Buntstiften, Spielschleim, Kinderhochstühlen und Autokindersitzen. Schadstoffe wie Bor, Naphtalin oder Formaldehyd sind schon für Erwachsene gefährlich. Sie reizen Haut und Schleimhäute, können Krebs auslösen oder Allergien verursachen. Einige der Produkte übersteigen die Grenzwerte um ein Vielfaches und hätten gar nicht verkauft werden dürfen. Viele Kindermatratzen erfüllen eine Norm nicht, die das Kind vor dem Ersticken schützen soll. Sie sind zu weich und damit gefährlich. Die Auswertung »Sicherheit von Kinderprodukten« steht online unter www.test.de.



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