19. Oktober 2018, 18:48 Uhr

Chronische Wunden heilen

19. Oktober 2018, 18:48 Uhr
Eröffnung des neuen Wundzentrums mit (v. l.) Thorsten Sonnenberg (Leiter WZ Gießen), Brigitte Nink-Grebe (Generalsekretärin DGIW), Landrätin Anita Schneider, Alexander Bechtler (Vertreter der Investoren) und André Lantin (WZ-Geschäftsführer). (Foto: rge)

»Wir schreiben wieder Geschichte im ländlichen Raum«, sagte Landrätin Anita Schneider – und meinte damit die Etablierung einer qualifizierten Wundversorgung. Die Chefin der Kreisverwaltung war zu Gast bei der Eröffnung des WZ-Wundzentrums Gießen im Medzentrum in der Neuen Mitte Pohlheim in Watzenborn-Steinberg. Dort finden Menschen, die mit chronischen Wundheilstörungen kämpfen, eine neue Anlaufstelle zur Behandlung ihres Leidens.

Unter den mittlerweile 15 bundesweiten Wundzentren sei das Pohlheimer das erste im ländlichen Raum und zudem im Herzen Deutschlands angesiedelt, sagte WZ-Geschäftsführer André Lantin. Er und Zentrumsleiter Thorsten Sonnenberg begrüßten bei der Eröffnung auch die Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung, Brigitte Nink-Grebe. Landrätin Schneider würdigte die Arbeit des Wundzentrums und hob dabei auch die sehr gute Entwicklung des gesamten Medzentrums mit seinen medizinischen Angeboten hervor.

Bedarf früh erkannt

Für WZ-Geschäftsführer Lantin ist es die 15. Neueröffnung seit dem Start vor zehn Jahren anno 2008. Der gelernte Krankenpfleger erkannte bei seiner Tätigkeit in den Krankenhäusern früh, dass im Bereich der Wundversorgung großer Bedarf für eine hoch qualifizierte Behandlungslösung im Sinne der Heilung der Patienten vorhanden war. Inzwischen arbeiten bundesweit 150 Experten in den WZ-Wundzentren. Dort werden per Qualitätsmanagement alle Behandlungsabläufe dokumentiert und analysiert; die daraus resultierenden Erkenntnisse fließen fortlaufend in neue Therapieverfahren zum Nutzen der Patienten ein. Insgesamt 20 000 Patienten mit 40 000 Wunden konnten inzwischen erfolgreich behandelt werden. Eine Quote von 85 Prozent verschlossener Wunden werde bereits nach sechs Monaten erreicht. »Wie leben von zufriedenen Patienten.« Wichtig seien dabei auch kurze Wartezeiten auf Termine. Der Standort in der Neuen Mitte Pohlheims sei ideal, weil es dort kurze Wege für die Patienten zu den umliegenden Ärzten gebe, sagte Lantin. Zeit und Nachhaltigkeit bezeichnete er als Faktoren für eine erfolgreiche Behandlung und damit eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

In den modernen Räumen im Ärztehaus Neue Mitte 4 stehen vier Mitarbeiter für die umfassende Versorgung zur Verfügung, darunter Thorsten Sonnenberg als WZ-Leiter. Er freute sich über den Lückenschluss zwischen Nord- und Süddeutschland mit dem Pohlheimer WZ, das ab diesen Tagen auch eine neuartige Therapie für die Behandlung akuter Abszesse und Akne anbietet. Zur ständigen Weiterqualifizierung der Mitarbeiter wurde eigens eine Wundzentren-Akademie gegründet, die in Seminaren und Workshops neueste Behandlungsmethoden rund um Wunden vermittelt.

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