14. Februar 2018, 21:27 Uhr

Kampagne gegen »Komasaufen«

14. Februar 2018, 21:27 Uhr

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne »bunt statt blau« 2018 zur Alkoholprävention, auch in Gießen. Im neunten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2016 kamen bundesweit 22 309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen erstmals seit 2012 wieder gestiegen. Experten fordern verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch den hessischen Gesundheitsminister Stefan Grüttner. Alle Schulen in der Region Gießen sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die »Aktion Glasklar«, die seit dreizehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

Beim sogenannten Komasaufen gab es 2016 in der Region Gießen mit 53 Betroffenen einen Anstieg um 15,22 Prozent. »Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen«, sagt Matthias Schmidt von der DAK-Gesundheit in Gießen. »Bei ›bunt statt blau‹ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.«

Schüler bekennen Farbe

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87 000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Region Gießen. Die Kampagne »bunt statt blau« wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. »Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut«, erklärt Schmidt.

»Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.«

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Außerdem winkt auch 2018 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann neben einem Geldpreis eine Eintrittskarte für die re:publica 2019 in Berlin gewinnen.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm den Bundesgewinner. Weitere Infos und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de.

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