22. September 2017, 20:03 Uhr

Künstliches Schnitzel statt echtes Fleisch

22. September 2017, 20:03 Uhr

Karlsruhe (dpa). Verbraucher sehen künstliches Fleisch aus dem Labor als eine von vielen möglichen Alternativen zu normalem Fleisch. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nach Befragungen und Diskussionsrunden.

»Es ist aber auch eine Innovation, die spaltet«, sagte Arianna Ferrari vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), die die Untersuchung leitete.

Das künstliche Fleisch – auch In-vitro-Fleisch genannt – entsteht, indem tierische Muskelzellen im Labor wachsen. Daran wird vor allem in den USA und in den Niederlanden geforscht. 2013 gab es in London eine Art Testessen mit einer aus Stammzellen erzeugten Frikadelle.

Zu kaufen gibt es Laborfleisch noch nicht. Das In-vitro-Fleisch stößt bei Menschen auf Widerstand, die die Zukunft der Ernährung in einer Reduktion des Fleischkonsums und dem ökologischen Umbau der Landwirtschaft sehen. Allerdings lehnt nicht jeder Vegetarier Laborfleisch grundsätzlich ab.

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