01. Februar 2017, 20:08 Uhr

Komasaufen: Kampagne »bunt statt blau« startet

01. Februar 2017, 20:08 Uhr

Friedberg (pm). Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne »bunt statt blau« 2017 zur Alkoholprävention in der Wetterau. Im achten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2015 kamen bundesweit erneut rund 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Obwohl die Zahl der Betroffenen insgesamt leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Der Wettbewerb informiert kreativ über die Gefahren von Alkohol. Alle Schulen in der Wetterau können bis zum 31. März teilnehmen. Beim Komasaufen gab es 2015 in der Wetterau mit neun Betroffenen zwischen 10 und 14 Jahren einen Rückgang um 18 Prozent. »Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar. Nur so kann sich die gute Entwicklung auch dauerhaft fortsetzen und die Zahl der Klinikbehandlungen deutlich zurückgehen«, sagt Thorsten Scheld von der DAK-Gesundheit. »Bei ›bunt statt blau‹ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht.«

Seit 2010 haben bundesweit rund 80 000 Kinder und Jugendliche bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gestaltet, darunter auch viele Schüler aus der Wetterau. Die Kampagne »bunt statt blau« wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. »Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feiern und Spaßhaben dazu. Mit ihren Plakaten bekennen junge Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.«

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2017 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury unter Beteiligung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, den Bundessieger. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

»Mit einem Instagram-Sonderpreis wird ›bunt statt blau‹ jetzt noch attraktiver«, beschreibt DAK-Chef Thorsten Scheld die neue Idee, ein Bild vom Plakat oder ein Video in das soziale Foto-Netzwerk hochzuladen. Ergänzend zu einem Geldpreis wartet auf den Gewinner noch eine Eintrittskarte für die re:publica 2017 in Berlin. Weitere Informationen zum Instagram-Sonderpreis und die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt »bunt statt blau« seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Internationalen Deutschen PR-Preis 2014. Die Kampagne ist eingebunden in die Aktion Glasklar, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

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