23. Oktober 2018, 22:12 Uhr

Zuschauerkapazität noch offen

23. Oktober 2018, 22:12 Uhr
Flutlicht ist ein Thema beim Waldstadion-Ausbau. (Foto: Friedrich)

Wenn am Freitagabend der FC Gießen unter Flutlicht den KSV Baunatal zum Spitzenspiel in der Oberliga Hessen empfängt und das Wetter mitspielt, wird rund ums Waldstadion wieder viel los sein. Damit der Spielbetrieb künftig in und außerhalb des Stadions in geordneten und rechtlich abgesicherten Bahnen verläuft, hat die Stadt jetzt – wie angekündigt – ein Bebauungsplanverfahren für das Waldstadion eingeleitet. Der am Montag erfolgte Aufstellungsbeschluss erlaubt es laut Baudezernent Peter Neidel (CDU), nun Gutachten zu Themen wie dem Lärm einzuholen.

Unter anderem von diesen Untersuchungen wird abhängen, welche Zuschauerkapazität das Waldstadion künftig haben wird. Momentan sind auf Grundlage einer alten Baugenehmigung 4999 Zuschauer zugelassen. Der Magistrat geht davon aus, dass der Zuspruch, sollte der FC in die Regionalliga Südwest aufsteigen, »in Einzelfällen« über 5000 liegen wird. Laut Neidel bereits beauftragt wurde ein Verkehrsgutachten für den Bereich Motorpool-Gelände/Waldstadion, mit dem »unabhängig von den Wünschen des FC Gießen eine verträgliche Obergrenze der Verkehrsbelastung ermittelt werden soll«, heißt es in der Antragsbegründung.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) machte mit Blick auf die Bürgerinformationsveranstaltung am kommenden Dienstag (17.30 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) deutlich, dass die Planung ganz am Anfang steht und vom Bestand ausgeht. »Es gibt keine Vorfestlegungen, das ist ein offener Prozess«, betonte die OB.

Entschieden ist schon, dass die Vereine, die das Waldstadion bislang neben dem VfB 1900 mitgenutzt haben, ausweichen müssen. Die MTV-Footballer der »Dragons« werden übergangsweise in Wieseck spielen. Später soll das West-Stadion, das mittel- bis langfristig ausgebaut werden soll, zur Heimspielstätte der Footballer werden. Noch auf der Suche nach einem Platz ist die Stadt für die Baseballer der Gießen »Busters«, denn der Hammerwurfplatz am Waldstadion ist als Parkplatzstandort im Gespräch.

Der Bebauungsplan umfasst die gleichen Flächen wie der Entwurf des Erbbaupachtvertrags, den die Stadt und der FC Gießen über das Waldstadion abschließen wollen. Pro Jahr soll der FC knapp 35 000 Euro an die Stadt als Pacht zahlen und ist ab 1. Januar Herr im eigenen Haus. Der Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 60 Jahren legt unter anderem fest, dass das Gelände nur für Sportzwecke genutzt werden darf. Den Rahmen des beabsichtigten Stadionausbaus wird der Bebauungsplan setzen.

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