06. November 2018, 22:12 Uhr

Zusätzliche Bedingungen für Waldstadion-Vertrag

06. November 2018, 22:12 Uhr

Nicht nur sportlich läuft es für den FC Gießen. Der ambitionierte Fußball-Hessenligist kann in Sachen Waldstadion-Ausbau weiterhin auf die Unterstützung der Politik zählen. Nachdem vergangene Woche der parlamentarische Bauausschuss der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Stadion und zwei Nebenplätze zugestimmt hatte, stimmte am Montagabend der Rechtsausschuss dem Abschluss eines Erbbaupachtvertrags zwischen Stadt und dem FC, der zum 1. Januar wirksam werden soll, einstimmig zu.

Allerdings ergänzten die Fraktionen den Vertragsentwurf um zwei zusätzliche Punkte. So soll in dem Vertrag festgehalten werden, dass für die bisherigen Mitnutzer der Plätze und Gebäude – neben den Footballern des MTV 1846 sind das die Busters-Baseballer, die Dirt Biker des Skateboard-Vereins sowie die DRLG und der Tanzclub Rot-Weiß – erst Ausweichstandorte zur Verfügung stehen müssen, ehe sie das Waldstadion-Areal räumen. Zudem soll ein Passus eingefügt werden, wonach das Gelände nicht an andere Vereine für einen Preis unterverpachtet werden darf, der über dem Pachtzins liegt, den der FC Gießen an die Stadt zahlt.

»Alles, was man an Fantasien haben kann, ist jetzt abgedeckt«, kommentierte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz die Änderungswünsche der Fraktionen.

Der FC zahlt für die fast siebeneinhalb Hektar jährlich 34 500 Euro an die Stadt. Der Verkehrswert der Grundstücke wurde vom Gutachterausschuss auf 1,15 Millionen Euro festgelegt, der Vertrag läuft bis zum Jahr 2070. In dem Vertragsentwurf ist ferner festgelegt, dass die gepachteten Flächen nur für sportliche Zwecke genutzt werden dürfen. Horst-Friedhelm Skib, Vorsitzender des Gutachterausschusses, erläuterte, dass der Pachtzins auf einer Mischkalkulation basiere, da der Nutzwert der Flächen sehr unterschiedlich sei. So bestünde für einen Bereich ein Altlastenverdacht, weil sich dort früher ein militärischer Schießstand befunden habe.

Der Vertrag umfasst neben dem Stadion den gegenüberliegenden Rotascheplatz und den Hammerwurfplatz Richtung Gießener Ring. Dagegen schließt der Bebauungsplan auch noch die Kreuzung Grünberger Straße/Zum Waldsportplatz/Lincolnstraße ein, die umgebaut werden soll.

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