02. Juni 2009, 18:24 Uhr

Wohnbau hält an Konzept für "US-Housing Areas" fest

Gießen (ck). Trotz der offensichtlichen finanziellen Schieflage ihres Partners Vivacon AG (die AZ berichtete) sieht Wohnbau-Geschäftsführer Volker Behnecke keinen Grund, am Konzept für die Übernahme der beiden ehemals von der US-Armee genutzten Wohnsiedlungen »Dulles« und Marshall« etwas zu ändern.
02. Juni 2009, 18:24 Uhr
Von den insgesamt 429 Wohnungen in der Marshall-Siedlung sollen laut dem Konzept 165 unmittelbar nach dem Erwerb der Liegenschaften auf den Markt kommen. (Foto: Henß)

Gießen (ck). Trotz der offensichtlichen finanziellen Schieflage ihres Partners Vivacon AG (die AZ berichtete) sieht Wohnbau-Geschäftsführer Volker Behnecke keinen Grund, am Konzept für die Übernahme der beiden ehemals von der US-Armee genutzten Wohnsiedlungen »Dulles« und Marshall« etwas zu ändern. Der gleichen Ansicht ist auch Projektentwickler Christian Anniés vom Makler- und Consultans-Unternehmen Dr. Lübke GmbH, für den sich in den letzten Wochen der Engpass beim Wohnbau- Partner Vivacon AG angekündigt hat und der deshalb verstärkt an einem »Plan B« gearbeitet hat. Unterdessen ist gestern der Vertrag über die Gründung einer Genossenschaft, die die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zu erwerbenden Liegenschaften erschließen und betreiben soll, von einem Gießener Notar beurkundet worden.

Wie schon mehrfach berichtet, will ein Konsortium aus Wohnbau und Vivacon AG die Dulles- und Marshall-Siedlung erwerben, die Gebäude und Wohnungen soweit notwendig sanieren und anschließend vermieten. 165 sanierte Wohnungen der Marshall-Siedlung sollen von einer von der Vivacon AG beauftragten Vermarktungsgesellschaft direkt als Eigentumswohnungen an den Markt gebracht werden.

»Die Verhandlungen mit der BIMA stehen vor dem Abschluss«, sagte der Allgemeinen Zeitung gestern Christian Anniés auf Anfrage. Sollte sich bei der Vivacon AG die finanzielle Lage in den kommenden Tagen nicht ändern - was derzeit aber keineswegs sicher sei -, so stünden andere Investoren zur Verfügung, so der Projektentwickler. An einer belastbaren Alternativlösung sei in den vergangenen Worten gearbeitet worden, so dass keine negativen Auswirkungen auf das Projekt zu befürchten seien.

Ebenso schätzt Volker Behnecke die momentane Lage ein. Die möglichen neuen Partner seien der BIMA bereits bekannt, ihr Liquiditätsnachweise dort überprüft und nicht in Frage gestellt worden. Von daher halte man an dem Ziel fest, die Kaufverträge mit der Bundesanstalt in den kommenden Tagen zu unterschreiben. Alle bislang kontrovers diskutierten Punkte des Vertrags seien inzwischen ausgeräumt worden, so der Wohnbau-Geschäftsführer.

Mit der notariellen Beurkundung der Genossenschaftsgründung ist jetzt auch der Zeitpunkt näher gerückt, dass Interessierte Genossenschaftsanteile zeichnen können, um eine Wohnungen beziehen zu können. Dabei wird die Wohnbau in Vorlage treten und 7500 Anteile zu 900 Euro erwerben. Diese sollen dann nach und nach an potenzielle Genossenschaftsmitglieder weiterverkauft werden. Die Zeichnung wird Behnecke zufolge mit der Eintragung der Genossenschaft ins Handelsregister und der anschließenden Veröffentlichung beginnen. Notwendig ist der Erwerb mindestens eines Anteils zu 900 Euro, allerdings kann man mit dem Kauf mehrerer Anteile das Nutzungsentgeld (Miete) für eine Wohnung reduzieren.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  • Genossenschaften
  • Kaufverträge
  • Notare
  • US-Armee
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen