17. Juni 2015, 11:03 Uhr

Wie lief der Besuch von Bundespräsident Gauck in Gießen?

Gießen (dpa/fd) - Große Aufregung in der Innenstadt: Bundespräsident Joachim Gauck war am Mittwoch zu Gast in der Friedrich-Feld-Schule und an der Justus-Liebig-Universität. Hier gibt's Eindrücke vom Tag und Steckbriefe der besuchten Projekte. 
17. Juni 2015, 11:03 Uhr
(Foto: dpa)

Das Staatsoberhaupt mischte sich am Mittwoch während des Unterrichts unter die Schüler der Friedrich-Feld-Schule und unterhielt sich mit ihnen über ein Projekt, bei dem Schüler jugendlichen Flüchtlingen beim Deutschlernen helfen. Dabei: Unzählige Journalisten und Fernsehteams. Ein Sprengstoffspürhund hatte zuvor ihr Equipment durchsucht, auf dem Schulhof standen zahlreiche Polizisten.

Später, ohne Kameras, sprach Gauck den Schülern und den Lehrerinnen seine Anerkennung aus. Es sei gut, dass man sich so um die Flüchtlinge kümmere und sie aufnehme. Beim Verlassen der Friedrich-Feld-Schule ließ Bundespräsident Joachim Gauck Schüler Selfies mit sich machen.

+++ Hier gibt's mehr Bilder vom Besuch

Auf Gaucks Besuchsprogramm stand zudem ein Treffen mit Jurastudenten der Justus-Liebig-Universität, die Asylsuchende bei Fragen zum Asylrecht beraten. Kleine Anekdote am Rande: Vor seinem Eintreffen am Hauptgebäude ließ Gauck seinen Wagen anhalten, stieg aus, und klatsche mit Kindern eines Kindergartengruppe ab, die gerade an der Straße entlang lief.

Diese Projekte schaute sich Gauck an

«DaZuLERNEN» an der Beruflichen Friedrich-Feld-Schule: Die Schule bietet nach eigenen Angaben seit 2007 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Deutschunterricht an. Seit dreieinhalb Jahren gibt es die Initiative «DaZuLERNEN». Dabei unterstützt eine kaufmännische Klasse der Schule einmal wöchentlich junge Flüchtlinge beim Deutschlernen. Laut Schule lernen und profitieren dabei beide Seiten. Das Projekt erhielt 2013 beim Schülerwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung und des hessischen Landtags «Vielfalt in Hessen - Zuwanderung und Integration» einen Sonderpreis.

+++ Hier geht's zum ersten Video vom Besuch

«Refugee Law Clinik» an der Universität Gießen: Dabei handelt es sich um ein im Jahr 2007 gegründetes Ausbildungsprojekt am Fachbereich Rechtswissenschaft. Studenten vertiefen ihr Wissen in einem Spezialgebiet - in diesem Fall Asyl- und Flüchtlingsrecht - und sammeln praktische Erfahrungen. Nach Angaben der Uni beraten die Studenten wöchentlich vor allem Asylsuchende aus der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die «Law Clinic» arbeitet dabei mit der Flüchtlingsberatungsstelle der evangelischen Kirche in Gießen zusammen. 2010 gab es für das Projekt den «Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre».

Mehr in Donnerstag-Ausgabe der Gießener Allgemeinen Zeitung.

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