03. Juli 2019, 22:11 Uhr

»Wie ein Vogel frei«

03. Juli 2019, 22:11 Uhr
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Aus der Redaktion
Lee Bach-Bayram beim Auftritt. (Foto: pm)

An einem der heißesten Abende der letzten Juniwoche war die Autorin und Sängerin Lee Bach, bekannt als Folk- und Protestsängerin, zu Gast im Frauenkulturzentrum, um aus ihrer Autobiographie zu lesen. Begleitet wurde die Lesung durch ausgewählte Songs.

»Wie ein Vogel frei« erzählt eine ungewöhnliche, persönliche Geschichte und ist gleichzeitig ein Zeitdokument einer Nachkriegsgeneration. Es geht um Bachs Kindheit, aber auch um die Frauen- und Friedensbewegung. Dies rief in den Zuhörerinnen eigene Erinnerungen wach. So erzählt die Autorin von ihrer musikalisch sehr begabten, aber nie geförderten Mutter, koppelt dies an die damalige gesellschaftliche Situation der Frauen dieser Generation »abhängig vom Schutz und der Gunst sowie vom Geld der Männer«. Auch persönliche Härten, die »schwarze Pädagogik«, erlebte sie. Die Aufbrüche »68er«, Straßenmusik, Tramp-Reisen durch Europa, Reisen nach Indien: Ihre Wege auf der Suche nach Freiheit, die sie beschritt. Ihr musikalisches Talent setzte sie engagiert in gesellschaftlichen Bewegungen ein.

In den Genuss ihrer Musikalität und ausdrucksstarken Stimme kamen die - hitzebedingt - leider wenigen Gäste: »Brot und Rosen«, »les feuilles mortes«, »Sind so kleine Hände« und »Blowing in the Wind« waren Songs, die die gelesenen Texte begleiteten.



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