26. April 2017, 20:28 Uhr

Werbung für Wurst

26. April 2017, 20:28 Uhr
»Verbraucher können sich gerne unsere Höfe direkt vor Ort ansehen«: So werben Hans-Martin Sames, Manfred Paul, Ralph Jungermann, Hans-Martin Mühling und Anja Reichl (v. r. n. l.) um Vertrauen zu Bauern – und laden auf ein Würstchen oder Steak ein. (Foto: jri)

Gießen (jri). Der Duft von frisch gebratenen Würstchen und Steaks liegt in der Katharinengasse in der Luft. Heimische Bauern grillen dort unter dem Motto »Wir machen deinen Sommer« ihre eigenen Erzeugnisse, um mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen und zu beweisen, dass Fleisch von heimischen Landwirten mit gutem Gewissen und Geschmack verzehrt werden kann – etwa bei den bevorstehenden zahlreichen Grillpartys des Sommers.

»Der Vorwurf, unsere Ställe werden kleiner und die Zahl der Tiere wird größer, stimmt nicht«, sagt Manfred Paul, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes. Natürlich haben sich Landwirtschaft und Tierhaltung in den vergangenen 30 Jahren stark verändert. »Doch die modernen, mehrere Millionen Euro teuren Ställe bieten mehr Platz, mehr Bewegung und mehr Beschäftigung für die Tiere. Die Zahl der Tiere ist ja kein Indiz für gute oder schlechte Haltung – man kann auch nur zehn Kühe gut oder schlecht halten«, sagt Paul. Er und seine Bauernkollegen laden dazu ein, sich heimische Höfe von innen anzusehen – etwa beim Familienbetrieb von Hans-Martin Mühling in Hungen-Bellersheim, der dort rund 1000 Schweine hält. »Wir versorgen alle unsere Tiere mit selbst angebautem Futter von eigenen Ackerflächen«, erklärt Mühling, der eng mit heimischen Metzgern zusammenarbeitet. Auch die Metzgerei Bechthold aus Heuchelheim, die das Markenzeichen »Geprüfte Qualität Hessen« nutzt, beteiligt sich an dem Aktionstag der Bauern. Sie erhält ihr Fleisch überwiegend von Landwirt Ralph Jungermann aus Dillenburg, der einen eigenen Schlacht- und Zerlegebetrieb hat. Kurze Wege sind damit garantiert. »Wir brauchen heimische Metzger, die entweder selbst noch schlachten oder ihre Ware bei kleinen privaten Schlachtern kaufen, und nicht bei anonymen Großschlachtereien in Nordrhein-Westfalen oder anderswo«, sagt Mühling. Der Verbraucher müsse allerdings auch bereit sein, für gutes Fleisch bei heimischen Metzgern etwas mehr zu bezahlen.

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