11. März 2018, 21:21 Uhr

Wenn Chaos exakten Gesetzen folgt

11. März 2018, 21:21 Uhr
Wer schafft es, alle Kreise auf einmal auf der bewegten Platte zu balancieren? (Foto: sis)

Wie viele Zahnräder hat die Unendlichkeitsmaschine, die es im Mathematikum zu sehen gibt? Wer hat die Mengenlehre erfunden? Denken Mathematiker am 2.7.2018 an die Eulersche Zahl, an Pi oder an den Goldenen Schnitt?

Wie jedes Jahr lud das Mathematikum, das 2018 seinen sechzehnten Geburtstag feiert, wieder zu einer »Langen Nacht« ein. Selbstverständlich durfte das legendäre Mathequiz mit Prof. Albrecht Beutelspacher im Programm nicht fehlen. Unter dem Motto »Zeit und Zahlen« gab es für die rund 130 Besucher zunächst eine Kurzführung durch das Museum. Mitarbeiter des Mathematikums erklärten ausgewählte Exponate zum Thema, wie etwa das Pendel mit den schwingenden Kugeln. Hier folgt das zwischenzeitliche Chaos tatsächlich genauen physikalischen Gesetzen.

Diesmal kein langes Anstehen

Dass Schwingungen auch hörbar sind, zeigte Pythagoras, der sich auch mit Musik und nicht nur mit Mathe beschäftigte. Das einsaitige Monochord nutzte der griechische Philosoph ursprünglich als Messinstrument. Es besteht aus einem länglichen Resonanzkasten, über den eine Saite gespannt ist.

Das Mathequiz wurde dann eindeutiger vom Zahlenthema dominiert. Die Binäruhr, das babylonische Zahlensystem, sowie die Ziffern der Inka wurden hier in schwierige Fragen gepackt. Am Ende gab es eine große Leonardobrücke, Zauberkarten und ein Wabenpuzzle zum Üben von Kombinatorik zu gewinnen. Die »Kultnacht« wirkte nicht ganz so furios, wie es Stammgäste von den Vorjahren gewohnt waren. Das begann bei der verhältnismäßig geringen Besucherzahl, ging über den unaufgeregten Quizteil und Vorträge zu den verschiedenen Zahlensystemen der Ägypter, Babylonier und der Maya weiter und endete wie jedes Jahr beim Flammenrohr aus 200 Flammen.

Es gab Cocktails von der Havana Bar und diverse Mitmachstationen, bei denen die an Mathematik interessierten Gäste beispielsweise mit Hilfe der Doomsday-Methode den Wochentag ihres Geburtsdatums errechnen konnten. Langes Anstehen bei Exponaten fiel aus und die Jüngsten hatten in ihrer eigenen Etage richtig viel Platz und Gelegenheit, ihr mathematisches Grundverständnis auszutesten.

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