05. Mai 2014, 20:38 Uhr

Weigel-Greilichs Referent arbeitet jetzt in Wiebaden

Gießen (mö). Der Opposition im Stadtparlament wird künftig ein Argument fehlen, wenn es um Haushalt und Finanzen geht. Denn mit dem Wegfall der Referentenstelle im Dezernat von Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich ist der rot-grüne Magistrat nun nicht mehr teurer als die Vorgängerregierung
05. Mai 2014, 20:38 Uhr
Christian Otto (r.), hier als Landtagskandidat mit seinem CDU-Pendant Klaus Peter Möller, arbeitet nun für die Bündnisgrünen in Wiesbaden. (Foto: Schepp)

. Wie die Bau- und Planungsdezernentin auf Anfrage bestätigte, arbeitet ihr früherer Mitarbeiter Christian Otto seit geraumer Zeit für die Landtagsfraktion der Grünen in Wiesbaden.

Die rot-grüne Koalition war unmittelbar nach Bildung im Mai 2011 wegen ihrer Personalpolitik in die Kritik geraten, nachdem die Gießener Allgemeine Zeitung anhand der vorgesehenen Referentenstellen und Brutto-Gehälter ausgerechnet hatte, dass die Personalpläne von SPD und Grünen die Stadt unterm Strich mehr Geld kosten werden als die Streichung eines hauptamtlichen Stadtrats – Stichwort »Drei reichen«. Durch die Schaffung von drei zusätzlichen Stellen in den Dezernaten ergaben sich monatliche Mehrkosten in Höhe von rund 10 500 Euro, der eine Einsparung von rund 7500 Euro durch den Verzicht auf den vierten Hauptamtlichen gegenüberstand.

Fortan forderten vor allem CDU und FDP bei jeder Steuer- und Gebührenerhöhung Rot-Grün auf, erst einmal bei sich selber zu sparen. Dieses Argument zieht nun nicht mehr, denn durch den Wegfall der Stelle im Dezernat III bewegen sich die Personalkosten des hauptamtlichen Magistrats auf dem Niveau der Jamaika-Koalition, die zwar mit vier Hauptamtlichen arbeitete, aber – bis auf den Oberbürgermeister – auf Referenten verzichtete.

Leidtragende der Entwicklung sind jetzt die Gießener Agenda 21-Aktiven, die nach Lage der Dinge im zweiten Halbjahr auf eine professionelle Koordinierung ihrer Arbeit verzichten müssen. Denn Otto, dessen Vertrag noch bis Ende des Jahres gelaufen wäre, sollte diese Aufgabe ab Juli übernehmen.

Weigel-Greilich sichert zu, dass die Koordinierungsstelle arbeitsfähig bleibt. Ab dem kommenden Jahr soll diese Aufgabe wieder ihr Mitarbeiter Michael Bassemir übernehmen, der derzeit das städtische Büro der Landesgartenschau leitet. Seine Beschäftigung als neuer Referent der Bürgermeisterin, die im Koalitionsvertrag als Möglichkeit formuliert worden war, ist laut Weigel-Greilich vom Tisch. (Foto: Schepp)

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