26. September 2017, 11:00 Uhr

Stadtregierung

Weigel-Greilich macht als Stadträtin weiter

Eigentlich könnte Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich jetzt als Jamaika-Expertin nach Berlin gehen. Aber die Grünen-Politikerin hat anderes vor.
26. September 2017, 11:00 Uhr
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Von Burkhard Möller
Weigel-Greilich

Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich hat sich entschieden und will ab 2018 weitere sechs Jahre im hauptamtlichen Magistrat weitermachen, dann aber als Stadträtin. Dies bestätigte die 58-jährige Grünen-Politikerin auf Montag auf GAZ-Anfrage. »Ich fühle mich motiviert, habe auch immer noch neue Ideen und würde mich freuen, wenn das der Stadtverband meiner Partei und die Stadtverordneten der Koalition auch so sehen«, erklärte die Allendorferin.

Ihre zweite Amtszeit als Bürgermeisterin läuft in einem Jahr ab. Das zweithöchste Amt im Magistrat soll zunächst auf Stadtrat Peter Neidel übergehen, damit die CDU als zweitstärkste Partei der rot-schwarz-grünen Kenia-Koalition in der Stadtregierung entsprechend repräsentiert ist. Diese Wahl durch die Stadtverordnetenversammlung muss zuerst durchgeführt werden, erst dann ist der Stadtratsposten für Weigel-Greilich frei. Auch sie muss vom Stadtparlament gewählt werden.

Landesgartenschau größtes Projekt

Bürgermeisterin ist die Grüne seit 2006 und hat seitdem in drei verschiedenen Koalitions-Konstellationen gearbeitet. Bis 2011 im Jamaika-Bündnis, ab 2011 unter Rot-Grün und seit dem vergangenen Jahr in dem Bündnis aus SPD, CDU und Grünen. Ihr größtes und schwierigstes Projekt war die Planung und Durchführung der Gießener Landesgartenschau 2014. Ihre Zuständigkeiten für das Planungsamt, einige Bauämter und die Ordnungsverwaltung gaben die Grünen im Zuge der Koalitionsverhandlungen an die größere CDU und deren Stadtrat Neidel ab.

Berlin kommt nicht in Frage

Wie Weigel-Greilich sagte, wüssten ihre Fraktion, die Partei und auch die Koalition, dass sie als Stadträtin weitermachen will. Kurz nach der Kommunalwahl war das wohl noch nicht so klar. Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob sie jetzt nicht als Expertin und Beraterin in Sachen Jamaika-Koalition nach Berlin gerufen werde, antwortete Weigel-Greilich: »Schlafen will ich in meinem eigenen Bett, daher kommt Berlin nicht in Frage.« (Foto: Schepp)



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