01. Januar 2016, 12:00 Uhr

Vor einem Jahr als Gießener Neujahrsbaby geboren

Gießen (ta). 3,7 Kilogramm schwer und 53 Zentimeter groß war die kleine Alisa, die als erstes Gießener Baby am frühen Neujahrsmorgen 2015 geboren wurde. Ein Jahr später ist sie bei 8,9 kg und 72 cm angekommen – und auch sonst ein wahres Prachtkind.
01. Januar 2016, 12:00 Uhr
Alisa war das Neujahrsbaby 2015 in der Gießener Allgemeine Zeitung. Seitdem hat die kleine Lützellindenerin sich prächtig entwickelt, zur Freude ihrer Eltern Swetlana und Ilja Fjodorow sowie ihres Bruders Anton. (Foto: Schepp)

Dabei war der Start des Säuglings ins erste Lebensjahr von einem Trauerfall überschattet: Ihre Uroma hatte am Tag der Geburt nach Gießen in die Uni-Frauenklinik kommen wollen, war aber kurz vorher plötzlich versorgen.

Ansonsten lief aber alles im Sinne von Swetlana und Ilja Fjodorow, die viel Freude an und mit ihrem kleinen Sonnenschein haben. Alisa war nie krank. Sie hat nach der Geburt rasch durchgeschlafen. Momentan quengelt sie zweimal in der Nacht, aber das liegt an den Milchzähnen; fünf davon sind bisher durchgebrochen.

»Sie hat vor nichts Angst«, hat die Mutter stolz beobachtet. Mit drei Monaten hat die Kleine einen Schwimmkurs der Evangelischen Familien-Bildungsstätte im Becken der Martin-Buber-Schule absolviert. Auch der Krabbelkurs bei der Hebamme hat ihr offenkundig Freude gemacht.

Inzwischen übt die kleine Alisa fleißig das Gehen. Bei sieben Schritten ohne Hilfestellung ist sie schon angekommen. Damit liegt sie aber ein wenig hinter ihrem Bruder zurück: Der jetzt zwölfjährige Anton hatte schon mit zehneinhalb Monaten laufen können – nachdem er vorher auf das Krabbeln verzichtet hatte.
Auch beim Sprechen sieht es gut aus: Alisa versteht schon vieles. Sie selbst kann bisher Papa, Mama, Oma und Opa sagen. Und ihren Bruder nennt sie »Adju«. Eingeübt wird derzeit auch die Umstellung von Windel auf Topf; morgens klappt das schon ganz gut. Tagsüber versteht die Mutter nicht das Signal der Tochter, dass sich ihr Darm bemerkbar macht.

Die Einjährige wirkt ausgesprochen aufgeweckt und wissbegierig. Und sie braucht Aufmerksamkeit, nicht nur daheim. Wenn sie mit der Mutter im Kinderwagen etwa im Laden unterwegs ist und niemand nach ihr schaut, ruft sie so lange, bis andere Kunden sich ihr zuwenden. Auch als der Mann von der Zeitung im Wohnzimmer der Familie in Lützellinden sitzt, hat Alisa keinerlei Scheu vor dem Fremden.

Mutter Swetlana muss sich also keine Sorgen machen, wenn sie im neuen Jahr wieder ins Berufsleben als Diplom-Ingenieurin an der Technischen Hochschule Mittelhessen zurückkehrt. Die Elektrotechnikerin  stammt aus der Ukraine. Ihr Mann Ilja, der Zerspanungsmechaniker ist, kommt aus Kasachstan. Beide waren 1997 im Jugendalter als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen. Sie hatten zunächst in Lich gelebt und sich nach dem Umzug ihrer Familien nach Gießen kennengelernt.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Aussiedler und Spätaussiedler
  • Berufsleben
  • Darm
  • Diplom-Ingenieur
  • Hebammen
  • Martin-Buber-Schule Dortmund
  • Neujahr
  • Omas
  • Opas
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen